„Beit Hesed“ aus Nürnberg blamiert sich auf ihrer Webseite, indem Sie als Beweis für die Konformität ihres Glaubensfolgendes anführt:

«…wir haben den gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, den Sohn des Josephs, von Nazareth.» (Joh., 1:45)

.«…мы нашли Того, о Ком писали Моисей в Торе и пророки, Иисуса, сына Иосифа, из Назарета…» (Иоанн, 1:45)

Dabei konnten die Propheten nicht ankündigen, dass „Der Sohn Josephs“ aus Nazareth kommen wird, denn diese Stadt gab es zu Zeiten der Propheten nicht. Es gibt auch keinen einzigen Hinweis in den jüdischen Schriften auf Nazareth. Unnötig zu erwähnen, dass nicht einmal Jesus Stammbaum auf den Messias passt.

Rabbiner Bentzion Kravits (Jews for Judaism) führt dazu aus:

Das Buch Matthäus im Neuen Testament erklärt, daß Jesus der Messias war, weil er in Nazareth gelebt hat. Das Neue Testament verwendet den folgenden “Beweistext”, um diese Behauptung zu machen: “und [Jesus] kam und wohnte in der Stadt, die da heißt Nazareth; auf daß erfüllt würde, was da gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarener heißen.” (Matthäus 2:23). Weil ein Nazarener ein Bewohner der Stadt Nazareth ist, und diese Stadt zur Zeit der jüdischen Bibel nicht existierte, ist es unmöglich, eine solche Quelle in den hebräischen Schriften zu finden. Sie wurde einfach erfunden.

Messianische Juden schaffen es immer wieder, mich mit ihrem Unwissen der jüdischen Tradition und Schriften zum Schmunzeln zu bringen.

Der SWR-Redakteur Claus Heinrich widmet sich Anfang Januar 2010 eine Viertelstunde der evangelikalen Bewegung. In der Sendung Kontext präsentiert er einen einführenden Beitrag zum Thema, eine Reportage über die pfingstlich-charismatische “Biblische Glaubens Gemeinde” in Stuttgart und ein Interview zu unserem Buch “Mission Gottesreich“.

Die Sendung ist auf den Internetseiten des Südwestrundfunks nachzuhören.