Мы солдаты без формы, имен у нас нет,
А вокруг тьма и горе людское.
Мы навеки поклялись хранить наш завет,
Нас лишь смерть может вырвать из строя.
В те багровые дни, крови мук и резни,
В непроглядные ночи страдания,
В городах, в деревнях мы поднимем одни
Наше гордое знамя восстания.
Не рабы мы, которых согнал страшный бич
Проливать свою кровь на чужбине.
Жизнь отдать за народ — вот великий наш клич,
И свободными быть нам отныне.
В те багровые дни… Read More →

Ausschnit aus der Sendung »Das Literarische Quartett«: Der Literaturkritiker Marcel Reich-Reinicki über Maxim Billers „Die Tocher“: „Ich kann eine Sache nicht begreifen, ich bitte um Entschuldigung, wir sind hier ja alles mündige Menschen, da kann man offen reden. In diesem Roman gibt es Passagen, da heißt es:‘ Ich ficke, du fickst, er fickt, wir alle ficken, wir müssen ficken, warum fickt er nicht mit dir – wenn er doch einmal vögeln schreiben würde!'“
Read More →

In einigen Wochen erscheint im dtv Verlag die deutsche Erstausgabe „Undermensch“ von Anatol Chari mit Timothy Braatz.

„Undermensch“ ist der Zeitzeugenbericht eines der wenigen Überlebenden aus dem Ghetto von Lodz: Chari war ein Mitglied des dortigen Sonderkommandos, der jüdischen Polizeitruppe. Der Vorsitzende des Judenrats, ein Freund seines bereits deportierten Vaters, hielt seine Hand schützend über ihm. Diese Umstände sicherten ihm eine ausreichende Ernährung, warme Kleidung, eine eigene Wohnung und legten so die Grundlagen für sein Überleben nach der Deportation in die KZs Auschwitz, Groß-Rosen und zuletzt Bergen-Belsen. Er hatte sehr viel Glück, denn immer wieder gab es Wendungen, die ihm das Leben retteten, oftmals aber auch zu Ungunsten von anderen. Anatol Chari hat sich Zeit seines Lebens damit auseinandergesetzt, warum ausgerechnet er überlebte und andere nicht.

Schonungslos offen und nicht ohne Ironie schildert Anatol Chari sein Überleben durch Glück und Privilegien.

Maxim Biller: Der gebrauchte Jude - Ein Selbstportait Maxim Biller hat ein Buch geschrieben, in der Hauptrolle Maxim Biller. Es geht um Juden, es geht um Sex, es geht um Frankfurter Immobilienspekulanten, alte und weniger alte Freunde, Juden und Juden die gern keine Juden wären.

Charmant und stets bissig erzählt Biller die Geschichte seines Lebens, die Geschichte eines Jungen, der nichts anderes wollte, als einen Roman zu schreiben. Stattdessen rezensiert er russische Wälzer und hört sich dumme Sprüche von „Deutschen“ an, denn jemand wie er war in Deutschland – so ist sich Biller sicher – nicht vorgesehen. Die meisten Juden waren entweder tot, ausgewandert oder standen in den Lexika. Die wenigen die da waren, schienen unsichtbar zu sein.

Selbst vor Reich-Ranicki macht Biller sodann nicht halt, ihn will er für eine Zeitschrift um Mode, Sex und Pop interviewen. Diskutierte mit ihm Jahre später über Literatur, das Judesein und Wagner. Nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, schwenkt von Ranicki zu Broder, Heine, Malamud und kommt dabei sich selbst auf die Spur.

Ein ausgezeichnet fieses, zynisches und tragischkomisches Selbstportait. Read More →