Als Noam Kohen am 16. April mit dem Regionalzug aus Naumburg zurückkehrt, ist sein Leben in Deutschland noch in Ordnung. Es ist 18 Uhr, er kommt vom Friseur, alles sieht nach einem ganz gewöhnlichen Abend aus. Ein paar seiner Schulfreunde sitzen an der Bushaltestelle vor dem Bahnhof in Laucha, Sachsen-Anhalt. Noam setzt sich zu ihnen. Kurz darauf kommt Alexander P. vorbei. Er ist 20 und trägt Glatze. Ohne Warnung schlägt er Noam ins Gesicht und brüllt: »Geh zurück, wo du hergekommen bist. Du Judenschwein!«Quelle: Angriff auf Noam

Und weiter:

Noam versucht zu fliehen, rennt die Straße hinunter. Alexander P. verfolgt ihn, zerrt an der Jacke des Jungen, wirft ihn zu Boden, schlägt und tritt ihn. Sechs Zeugen sehen dabei zu, sie versuchen den Täter stoppen – »verbal«, wie es später im Polizeideutsch heißen wird. Sie greifen nicht ein. Bis ein Autofahrer anhält und Noam rettet.Quelle: Angriff auf Noam

Nach der Tat werden die Opfer deformiert:

Ein Junge sagt, er kenne Noam. Der sei früher aggressiv gewesen und deshalb vom Gymnasium geflogen. In vielen Gesprächen in Laucha tauchen jetzt Gerüchte über Noam auf, werden abgewandelt, Neues wird hinzugefügt. Die mobile Beratung für Opfer rechtsextremer Gewalt in Halle hatte Noams Familie gewarnt, dies gehöre zur Taktik der Rechten, im Nachhinein das Opfer zu diffamieren. Der Direktor des Gymnasiums von Laucha bestätigt zwar, dass Noam tatsächlich das Gymnasium gewechselt habe, allerdings wegen Lernschwierigkeiten und auf Wunsch seiner Eltern.

Kennen wir das nicht auch aus den Linken Kreisen? Einige, nur allzu gut.

Gut auch, dass es in Deutschland wieder Juden gibt. Gut, dass sie hier willkommen sind. Gut, dass sie hier bauen und bleiben. Die Deutschen lieben ihre Juden.