Israels Militär kämpft einen fairen Kampf, auch wenn Deutsche Medien bedauerlicherweise immer wieder den kleinen Staat als aggressiv und als bis an die Zähne bewaffnet darstellen. Die Militärpräsenz ist ohne Frage enorm, doch das Verhältnis der Bevölkerung zu den Soldaten ist überaus positiv. Das Gegenteil stellt das Verhältnis der Deutschen zu „ihren“ Soldaten dar.

Ein Deutscher Soldat bedeutet Gefahr, steht gerade als Symbol für Militarismus und Krieg. Ein Israelischer Soldat bedeutet für die israelische Bevölkerung vor allem eines: Sicherheit. Ein grundsätzlicher Unterschied.

Ein Grund für die positive Haltung zu dem eigenen Militär ist neben den reinen Sicherheitsaspekten vor allem die Tatsache, dass Israel eine echte Volksarmee hat. Während sich in Deutschland immer weniger Akademiker für den Wehrdienst entscheiden, stoßen immer mehr Menschen aus sozialschwachen Schichten in die Reihen der Bundeswehr. Daran können auch die beiden Bundeswehruniversitäten in Hamburg und München nichts ändern. Ohnehin werden dort keine Geisteswissenschaften, sondern technische Fächer gelehrt, was die Anstalten nicht unbedingt attraktiv erscheinen lässt. Einberufene hoffen zumeist ausgemustert zu werden, schieben Krankheiten vor oder geben als Grund für ihre Untauglichkeit auch schon einmal Drogenkonsum an. Viele werden entweder erst gar nicht eingezogen oder sind dermaßen für den Dienst ungeeignet, dass sie zurückgestellt und dann vergessen werden.

So verbleibt ein guter Teil der wehrfähigen Männer orientierungslos und muss sich erst selbst finden, was Jahre dauern kann. Arbeitslosigkeit und sinnloses Herumhängen sind oftmals die Folgen. Viele tauglich Gemusterte verweigern den „Dienst an der Waffe“ und hoffen auf eine Stelle in einer sozialen Einrichtung. In einer überalterten Gesellschaft ist das nicht unwichtig, doch für das Leben lernen sie dort nur in den seltensten Fällen. Dies wird dadurch auch noch gefördert, dass die „Zivis“ mehr Geld erhalten, als den kargen Sol der Grundwehrdienstleistenden. So entsteht eine Kluft gegen „die da oben“ und „denen da unten“. Eine klassenlose Gesellschaft sieht anders aus.

In Israel hingegen muss das ganze Volk in die Armee eintreten, Männer und Frauen dienen bis zu 36 Monate im Tzahal, kämpfen gegen einen gemeinsamen Feind und agieren als Team, was das Gemeinschaftsgefühl stärkt. Sich vor der Wehrpflicht zu drücken trauen sich nur wenige, nicht nur aus naheliegenden Gründen, sondern auch deshalb, weil das Militär eine echte Zukunftsperspektive bietet. Man lern dort nicht nur Disziplin und Teamgeist, sondern auch attraktive technische und geisteswissenschaftliche Fertigkeiten.

Für die Wirtschaft sind junge Soldaten, die ihren Dienst quittieren eine bevorzugte Zielgruppe. Hochmotiviert, selbstständig und zielsicher sind sie gute Arbeitnehmer und geschickte Führungskräfte. Nicht selten haben Arbeitgeber selbst in der Armee gedient und kennen die Bedingungen unter denen die Soldaten ihren Dienst ableisten mussten gut. Daraus können wertvolle Rückschlüsse auf die Persönlichkeit der Bewerber geschlossen werden.

So verschmelzen in der IDF Menschen verschiedener Nationen und Kinder unterschiedlichster Kontinente zu einem Ganzen. Äthiopische Juden kämpfen an der Seite russischer Einwanderer und Drusen in Einheiten mit religiösen, sowie säkularen Juden.

Da man unter Brüdern kämpft und lebt, gibt es nur selten aggressives und gewalttätiges Verhalten in den Reihen der Rekruten, was durchaus auch aus dem Westen und vor allem aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion zu hören ist.

Soldaten erzählen, dass Befehlshabende immer damit rechnen müssen, dass besorgte „Jüdische Mames“ sich bei ihnen melden und sich über den Umgang mit ihrem Söhnen aufregen. Da auch der Befehlshabende eine jüdische Mame hat und seine Kinder ebenfalls in der Armee dienen werden, überlegt er sich sein Verhalten gegenüber den Soldaten zweimal. Unnötige Härte ist hier unangebracht, auch deshalb weil sich alle Beteiligten der Situation bewusst sind.

Während man in Deutschland also vor allem die militärische Präsenz wahrnimmt, blickt der Israeli in die Seele des Militärs, da er selbst mit ihm Verbunden ist. Entweder durch eigene Erfahrungen oder durch seine Angehörigen.

Eines können Westler jedoch nicht abstreiten, Frauen in Uniformen sind sexy. So quillt Youtube über vor Videos, die israelische Frauen in Uniformen und im Dienst zeigen. Andere Videos glorifizieren den Tzahal geradezu.

Kommentiert werden solche Videos nicht selten von Menschen, die ihre Zuneigung gegenüber der einzigen Demokratie im Nahen-Osten und dem Schutzwall gegen den radikalen Islam ausdrücken.

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