Die Welt schaut auf die Siedlungsaktivitäten im Westjordanland, westliche Medien sind schnell dabei, wenn es um die Verurteilung jüdischer Siedlungen und ihrer Bewohner geht. In diesen wird das Haupthindernis im israelisch-arabischen Friedensprozess gesehen. Werden jüdische Siedler am Ausbau ihrer Häuser gehindert, so rückt der Frieden in greifbare Nähe, wird dabei suggeriert.

Gern wird den Juden unterstellt, sie beriefen sich allein auf Gott, wenn sie davon sprechen das Land ihrer Väter besiedeln zu wollen. Dabei wird das verzerrte Bild eines extremistischen Haufens geradezu heraufbeschworen, Juden dabei auf eine Stufe mit palästinensischen Terroristen gestellt.

Dabei sehen Extremisten anders aus, in die Kameras der Reporter blicken gelehrige junge Menschen mit einnehmenden Gesichtern, sie haben meist Armee gedient und dann studiert, sprechen neben Englisch und Hebräisch meist eine weitere Sprache und leben friedlich in kleinen Dörfern. Zehntausende Siedler sind Reservisten, besitzen also neben einer militärischen Ausbildung, samt Kampferfahrung einsatzfähige Schusswaffen. Wären sie durchgeknallt, dann gäbe es in Judäa und Samaria keine Palästinenser mehr. Jeder Konflikt mit ihnen würde in einem Blutbad enden. Nichts der gleichen ist in der Vergangenheit, je passiert.

Zu gern wird bei den Siedlern mit zweierlei Maß gemessen. Denn auch die palästinensische Araber siedeln oftmals illegal im Westjordanland:

“Bei der Anhörung am Donnerstag stellte sich heraus, dass 1996 der Abriss von 50 Gebäuden in Asavija angeordnet worden war. Bislang seien jedoch erst drei dieser Häuser zerstört worden. Eine Richterin wollte wissen, ob solche Anordnungen gegen jüdische Siedler und gegen Palästinenser gleich behandelt würden. Ein Staatsanwalt entgegnete, es gebe im israelischen und im palästinensischen Sektor unterschiedliche Abmachungen.” Quelle: Elisabeth Hausen, 04.09.2009, Israelnetz

Es wird Zeit sich Gedanken über seine Haltung im Konflikt zu machen, während jüdische Siedler verurteilt werden, schweigt der Westen bei mindestens ebenso illegalen Aktivitäten der arabischen Bevölkerung.