Joe Shuster und Jerry Siegel schuffen in Amerika der dreißiger Jahre eine Figur die Epochen überdauert und Generationen immer wieder aufs Neue fasziniert: Superman. Morgen kommt Superman als „Man of Steel“ in die deutschen Kinos, ein düsterer entschlossener Kriegsfilm der so gar nichts mit den Supermanfilmen der achtziger Jahre gemein zu haben scheint.


Vielleicht nicht unbedingt gewollt berührt der aktuelle Blockbuster eine interessante rabbinische Diskussion, die nämlich ob ein Gemeindemitglied geopfert werden darf um die Gemeinde und damit weitere Menschenleben zu erhalten. Da Superman noch immer ein „Fremder“ auf unserem Planeten ist entsteht eine weitere spannende Einfärbung.

Erwähnenswert ist auch, dass in Deutschland die Veröffentlichung der Superman-Comics auf Veranlassung des NS-Regimes untersagt war. Propagandaminister Joseph Goebbels, dem die Kontrolle oblag, welche Druckerzeugnisse damals in Deutschland erscheinen durften, brachte mit dem Ausruf „Superman ist ein Jude!“ in einer Reichstagssitzung des Jahres 1942 unmissverständlich zum Ausdruck, was das Regime von dem amerikanischen Superhelden dachte. Nach einer nach nur drei Heften eingestellten Superman-Serie in den 1950er-Jahren, die den Titel Supermann getragen hatte, erscheinen die Geschichten um Superman hierzulande seit 1966 nahezu ohne Unterbrechungen und erfreut sich stetiger Beliebtheit.

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