Seitdem ich vor einiger Zeit aus dem StudiVZ berichtet habe und dabei Menschen zitiert hatte, werde ich regelmäßig von einigen besonders hartnäckigen Exemplaren angeschrieben und um die Löschung ihrer Zitate oder Namen gebeten. In einigen Fällen kam ich dieser Bitte auch nach. Bei Menschen allerdings, die Diktatoren und Mörder unterstützen oder verherrlichen, reagiere ich meist nicht. Ich bin und war stets der Meinung, dass in einer offenen Gesellschaft über alles Diskutiert werden darf, solange die Würde des anderen nicht angetastet wird. Wir leben in einem Land, dass eine Reihe von Gesetzen und Bestimmungen erlassen hat, um Streitigkeiten beizulegen und die Würde jedes einzelnen zu schützen. Dabei bleibt mir bewusst, dass ich mich im Internet im öffentlichen Raum befinde und einen Teil meiner Privatsphäre aufgebe. So werden an anderer Stelle einige meiner Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen, entstellt und ich scharf kritisiert. Dieses Verhalten dulde ich, da ich weiß dass in einer Demokratie Redefreiheit, das Zitierrecht und andere Reglementarien gelten, die letztendlich zu einer friedlicheren Gesellschaft und zu mehr Freiheit, für die Bürger dieses Landes führen.

Die allermeisten von mir zitierten Personen haben das Konzept der Pressefreiheit und einer freien Berichterstattung begriffen, andere führen ihre Persönlichkeitsrechte an, um sich keiner Kritik zu unterwerfen. Sie alle mögen zur Kenntnis nehmen, dass ich in keinster Weise gegen geltendes Recht verstoße. Wer im öffentlichen Raum, in einem Forum oder in einem Gästebuch unter seinem vollständigen Namen, mit seinem Foto, seiner Telefonnummer oder seiner Universität an Diskussionen teilnimmt, der muss sich Kritik gefallen lassen und hinnehmen, dass auf seine Aussagen Bezug genommen wird. Erst kürzlich hat sich auch ein Gericht zu einem ähnlichen Fall geäußert:

Nach einem Urteil des Landgerichts Berlin vom 25. Oktober 2007 stellt eine Berichterstattung in einem Internetforum, die zur Erkennbarkeit der benannten Person führt, einen rechtswidrigen Eingriff in dessen allgemeines Persönlichkeitsrecht dar. Ein solches Verhalten kann allerdings dem Urteil zufolge dann zulässig sein, wenn der Betroffene durch sein eigenes Verhalten, etwa durch Veröffentlichung seines Namens und von Privatbildern, aus der Anonymität herausgetreten sei.

und weiter

Der Schutz der Privatsphäre vor öffentlicher Kenntnisnahme entfalle aber, wenn sich jemand selbst damit einverstanden zeigt, dass bestimmte, gewöhnlich als privat geltende Angelegenheiten öffentlich gemacht werden, etwa indem er Exklusivverträge über die Berichterstattung aus seiner Privatsphäre abschließt. Er könne sich dann nicht gleichzeitig auf den Privatsphärenschutz berufen. Quelle: Urteil

Es nützt also nichts mir im Januar Chanukkagrüße zu überbringen und mich immer wieder darauf hinzuweisen, dass ich Kommentare freischalten oder Beiträge verändern soll. Also liebe Spinner, lasst mich in Ruhe und denkt über eure Taten nach.

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Das ist mein Profil. Es gibt viele Profile, doch dieses gehört mir. Ohne mein Profil bin ich nichts und ohne mich ist mein Profil nichts.

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