Jamal Riyan eröffnete das Gespräch unter Bezugnahme auf die Meldung, dass Israel die Baumaßnahmen in Jerusalem nicht stoppen will. „Werden damit die letzten Nägel in den Sarg der israelisch-palästinensischen Verhandlungen geschlagen?“, fragte Jamal Riyan seinen israelischen Gast.

„Ich verstehe die Frage nicht“, antwortete Kedar. „Warum muss Israel überhaupt irgendjemanden auf dieser Welt um Erlaubnis fragen, ob es in Jerusalem bauen darf? Jerusalem ist seit über 3000 Jahren die jüdische Hauptstadt. Wir haben in dieser Stadt gelebt, als eure Vorväter noch Wein tranken, ihre Töchter lebendig vergruben und Götzen anbeteten.“

Der arabische Fernsehmoderator reagierte entsetzt auf diese geschichtlich fundierte Antwort, gab aber nicht nach. „Verzeihung, Herr Kedar! Wenn sie über Geschichte reden wollen, dann lassen Sie uns über den Koran diskutieren. Sie können nicht die Existenz Jerusalems im Koran dementieren! Ich bitte sie daher, die Gefühle der Araber und Moslems zu berücksichtigen“, erklärte Riyan.

„Aber Jerusalem wird im Koran gar nicht erwähnt“, erwiderte Mordechai Kedar. Riyan wurde daraufhin wütend und versuchte einen Vers aus dem Koran zu zitieren, der islamischer Interpretation gemäß auf Jerusalem weist. „Der Koran erwähnt nicht ein einziges Mal Jerusalem“, wiederholte Kedar zum dritten Mal und verwies darauf, dass man den Koran nicht einfach bei Al-Jazeera umschreiben könne.

Die Sendung wurde von 50 Millionen Zuschauern empfagen.