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Mit Empörung reagiert die Union progressiver Juden auf den Angriff auf die Tanzgruppe der Liberalen jüdischen Gemeinde Hannover. „Wir sind insbesondere darüber bestürzt, weil von den Steinwürfen jüdische Zuwanderer aus der früheren UdSSR getroffen wurden, die in Deutschland Schutz vor Antisemitismus gesucht haben“, erklärte Dr. Jan Mühlstein, Vorsitzender der Union progressiver Juden in Deutschland. „Durch den Angriff haben sich leider die Warnungen bewahrheitet, dass im Windschatten der zunehmen aggressiv vorgetragenen Israelkritik eine neuer islamischer Antisemitismus wächst“, ergänzte Mühlstein. „Deshalb begrüßen wir die eindeutigen Stellungnamen zum Beispiel der Schura Niedersachsen Landesverband der Muslime und Türkischen Gemeinde in Niedersachsen sowie des Rates der Religionen Hannover wie auch die zahlreichen Solidaritäts-bekundungen, die die Liberale jüdische Gemeinde Hannover erreicht haben.“
Die Union progressiver Juden hält es allerdings für notwendig, es nicht bei Worten zu belassen und Konsequenzen bei der familiären, religiösen und schulischen Erziehung zu ziehen. Hierzu müssen insbesondere Organisationen und religiöse Verbände, die sich im interkulturellen und interreligiösen Dialog engagieren, einen Beitrag leisten. Die Union progressiver Juden ist bereit, sich an diesen Gesprächen zu beteiligen.
Die Union progressiver Juden anerkennt, dass die Sicherheitsbehörden die Täter schnell ermittelt haben, und erwartet, dass auch die Hintergründe des keineswegs spontanen antisemitischen Angriffs aufgeklärt werden.
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Mittwoch, 30. Juni Arte 20.15
Von Auschwitz nach Entebbe – Israels Kampf gegen den Terror
Dokumentation über die legendäre Befreiungsaktion (a daring raid, even by Israeli standards) 1976 in Uganda; wir möchten hier in aller Bescheidenheit darauf hinweisen, dass Spirit of Entebbe bei den Vorbereitungen beratend zur Seite stand und den Film bereits gesehen hat. Rezension folgt.
Sonntag, 25. Juli ARD 21.45
Eichmanns Ende – Liebe, Verrat, Tod
Doku-Drama über die Entdeckung und Ergreifung des Organisators der Massendeportationen europäischer Juden in die Todeslager der Nazis.
Mit Herbert Knaup, Ulrich Tukur, Axel Milberg
Nach der Erstürmung der Terrorunterstützer “Free-Gaza” Flottille wurde Israel vorgeworfen Piraterie zu betreiben. Ungeachtet der Faktenlage, die Israels vorgehen rechtfertigen wurde Kritik an der einzigen Demokratie im Nahen Osten laut. Dabei führt die EU selbst einen unerbittlichen Kampf auf Hoher See, jedoch nicht gegen bewaffnete türkische Kämpfer, die sich und ihre Mitstreiter wissentlich in Gefahr bringen, sondern gegen unschuldige Flüchtlinge aus Afrika.
Die FAZ, nicht gerade ein treuer Freund Israels, fasst es sehr treffend und fair zusammen:
Der Völkerrechtler Wolff Heintschel von Heinegg aus Frankfurt an der Oder, einer der führenden deutschen Seerechtler, hebt hervor, dass Israel damit auch Waffenlieferungen nach Gaza unterbinden dürfe. Er weist auf den fortdauernden Beschuss des Landes hin. Israel dürfe also auch 50 Seemeilen vor der Küste Schiffe kontrollieren. Schließlich sei es möglich, von dort aus mit Schnellbooten innerhalb von nur einer Stunde das Festland zu erreichen. Die Errichtung einer solchen vorgelagerten Zone oder Blockade unter Seekriegsrecht sei „absolut vernünftig und verhältnismäßig“. Den Vorfall könne man selbstverständlich nur beurteilen, wenn alle Einzelheiten bekannt seien, aber die Blockade als solche sei „nicht unrechtmäßig“. Israel sei „auf jeden Fall berechtigt, Schiffe so lange aufzuhalten, bis geklärt ist, ob keine Waffen an Bord sind“.
Sehr lesenswert… Nur leider viel zu spät.
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