Yes we can!

23 Jun 2010 In: Allgemein, Videos

Am kommenden Montag, dem 21.06.2010 (19.00 Uhr) findet im Bildungswerk RUHRWERKSTATT (Grevenstraße 36 in Oberhausen) ein politischer Vortrag zur
Situation und Entwicklung des Judenhasses in Europa statt.

Inhaltlich geht es um: Judenhass in Deutschland: Von seinen Ursprüngen bis zum Holocaust – ein Vortrag mit anschließender Diskussion

Der Holocaust (oder die Shoa), von den NS-Völkermördern zynisch-technokratisch als “Endlösung der Judenfrage” deklariert, war unzweifelhaft ein Akt grausamster Barbarei, der in der bisherigen Weltgeschichte ohne Beispiel ist.

Weniger bekannt ist die Tatsache, dass die pseudowissenschaftlichen Grundlagen der absurden NS-”Rassenlehre” bereits lange vor Gründung der NSDAP entwickelt wurden. Auch gab es schon im zweiten Kaiserreich politische Organisationen, die extrem antijüdische Positionen vertraten. So wurde der Weg von den “Nürnberger Gesetzen” bis zu Auschwitz im 19. Jahrhundert von fanatischen “Antisemiten” (der Begriff entstand um 1870) theoretisch-ideologisch vorgezeichnet. Der “moderne” Antisemitismus mit seinen rassistischen und sozialdarwinistischen Vernichtungsfantasien basierte wiederum auf den Elementen der traditionellen religiösen Judenfeindschaft, gemeinhin als christlicher “Antijudaismus” bezeichnet.

Im Vortrag werden diese vielfältigen Phänomene antijüdischen Denkens als soziokulturelle und politische Aspekte deutscher Geschichte definiert und erörtert. Hierzu zählt u.a. die Analyse diverser “Zeitgeistphänomene”, ökonomischer Prozesse und sozialer Umstrukturierungen. Als eventuelle “Quintessenz” ergibt sich dabei die Frage: Existiert eine “Traditionslinie”, die von den Pogromen des christlich geprägten Mittelalters über den völkisch-rassistischen Antisemitismus geradezu “zwangläufig” in den
Holocaust einmünden musste?

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Reden vom 13.06.2010 (Fairplay für Israel) am Kölner Dom:



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Auch in Oberhausen gibt es traurige Einzelfälle:

14.06.2010: Unbekannte bewarfen einen Autofahrer mit einem Stein. Es entstand Sachschaden

Am Freitag, 11.06.10 gegen 17:50 Uhr, befuhr ein 23-jähriger Oberhausener mit seinem schwarzen Daihatsu die Osterfelder Straße aus Richtung „Centro“ kommend. Er wollte auf die BAB 42 in Fahrtrichtung Kamp-Lintfort auffahren. Die dortige Lichtzeichenanlage zeigte zu dieser Zeit Grünlicht. Als er diese passierte, gab es einen Knall. Die rechte, vordere Seitenscheibe zerbrach. Der Oberhausener sah noch im Seitenspiegel einen Stein, der auf die Fahrbahn fiel. Zeitgleich sah er drei Männer südländischer Herkunft, ca. 18-20 Jahre alt, ca. 170 cm groß, die in Richtung Osterfeld die Osterfelder entlang liefen.

10.06.2010: Drei unbekannte Täter drängten den Geschädigten in seine Wohnung und schlugen dort auf ihn ein. Mit der Geldbörse flüchten die Täter in unbekannte Richtung
Oberhausen

Lipperstraße, 09.06.2010, 21.00 Uhr

Ein 60-jähriger Mann öffnete auf Klingeln seine Wohnungstür. Sofort wurde er durch mindestens drei maskierte Personen angegriffen und in die Wohnung gedrängt. Die unbekannten Täter schlugen in der Wohnung weiter auf ihn ein und entwendeten eine Geldbörse mit Bargeld und Papieren. Der Geschädigte wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, wo er stationär verbleibt.

Personenbeschreibung:
Drei männliche Personen, südländisches Aussehen, alle ca. 23-24 Jahre alt, alle mit sehr kräftiger Statur. Einer der Täter war klein ca. 160 cm groß, ein anderer trug eine Kapuze. Der Wortführer sprach mit ausländischem Akzent.

Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder sonstige sachdienliche Hinweise geben können, setzen sich bitte mit dem Kriminalkommissariat 12 in Verbindung, Tel.: 0208-8260.

Tatsächlich aber gab es heftige Kritik an Israel – und dann lange nichts. Das zeigt: Es ist eben doch kein Land wie jedes andere. Inzwischen scheint nicht einmal mehr ein normaler, ausgewogener Diskurs über Israel möglich. Die europäische Politik hat sich ausschließlich auf die Jerusalemer Regierung eingeschossen, und die Medien haben herzlich wenig getan, um das Narrativ des ersten Tages, wonach Israel auf machohafte Art überreagiert hat, zu hinterfragen. Und das, obwohl es inzwischen genug Informationen über die Angriffe radikaler Islamisten auf die israelischen Soldaten gibt; obwohl von den Aktivisten gemachte Fotos der übel zugerichteten israelischen Soldaten, die unter Deck verschleppt wurden, veröffentlicht wurden und auch die dunklen Seiten der IHH ausreichend belegt und auffindbar sind – zumindest für Journalisten, die danach suchen wollen.

Endlich zu lesen auf Welt Online.

Tel Aviv Berlin – Ein Reisebuch verbindet Welten

Zwei Städte – zwei Kulturen – ein Projekt: „Tel Aviv Berlin – Ein Reisebuch“ erzählt 16 urbane Geschichten aus dem Alltag zweier Städte der Kontraste. Auf Initiative von
Märchenland – Deutsches Zentrum für Märchenkultur trafen sich 8 israelische und deutsche Comic-Künstler um Heimat und Fremde neu zu entdecken und Klischees auszuräumen.

„Denn der fremde Blick lenkt den eigenen über das längst Bekannte hinaus, und der vertraute Blick hilft dem ersten übers bloße Staunen hinweg.“ (Andreas Platthaus)
Entstanden ist ein vielgestaltiges Kunstbuch, eine Collage von Impressionen, Assoziationen und Perspektiven sowie ein dazugehöriger Dokumentarfilm und Audioguide entlang ausgewählter Schauplätze in Berlin und Tel Aviv. Gefördert durch die Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum.

Künstler aus Israel: Yirmi Pinkus, Rutu Modan, Batia Kolton, Mira Friedmann und Itzik Rennert von der Künstlergruppe „Actus“
Künstler aus Deutschland: Anke Feuchtenberger, Jan Feindt, Henning Wagenbreth

Detaillierte Informationen über das Reisebuch in deutscher und hebräischer Ausgabe
sowie über den Dokumentarfilm und Audioguide bitte bei Märchenland erfragen.



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