DDT-iTunes_vor_Konvertierung

Moderne Betriebssysteme und Programme gehen spielend mit unterschiedlichen Sprachen und ihren jeweiligen Zeichensätzen um. Das war nicht immer so, denn noch vor wenigen Jahren waren Betriebssysteme auf eine einzige „Codepage“ eingestellt. Eine Codepage war notwendig, weil alle Zeichen die ein System darstellen konnte im Grunde innerhalb einer 16×16 großen Tabelle standen. Der Anfang dieser Tabelle war für den amerikanischen Zeichensatz (ASCII) reserviert, der Rest konnte frei belegt werden. Daraus ist für den westeuropäischen Raum die Codepage Windows-1252 hervorgegangen, für russische Systeme gab es die Codepage Windows-1251, für hebräische Windows 1255 und so weiter.

Versuchte man nun ein russisches Programm oder einen russischen Text auf einem deutschen Windows zu öffnen, dann wandte Windows seine eigene Codepage (Windows-1252) an und der Anwender las nur eine Abfolge von wirren Sonderzeichen. Denn dort wo der Programmierer eigentlich russische Zeichen (mit Windows-1251) eingab befanden sich in der westeuropäischen Codepage schlicht Sonderzeichen oder anders gesagt, jedes für den Menschen lesbare Zeichen stellt sich für den Computer als eine Abfolge von 1 und 0 dar und der Computer sieht ein Muster, dass für ihn einem ihm bekannten Buchstaben entspricht, nur der Mensch kann damit nicht viel Anfangen.

So wird aus dem bekannten Musiker Alexandr Rozenbaum unter einem deutschen Windows:

   Àëåêñàíäð Ðîçåíáàóì

Während eigentlich das gemeint war:

   Александр Розенбаум

Um diesem Problem zu begegnen wurde vor einigen Jahren verstärkt auf Unicode gesetzt. Die bekanntesten Vertreter sind UTF-8 und UTF-16, was ist nun Unicode? Eigentlich nichts anderes als eine noch größere Tabelle in der jedem erdenklichen Zeichen ein Bit-Muster zugeordnet ist. Damit überschneiden sich Muster nicht mehr und zwei unterschiedliche Sprachzeichen können nebeneinander dargestellt werden. Aber was macht man, wenn man seine Lieder in das Unicode-Universum herüberretten will? Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten. Microsoft bietet ein Programm mit dem Namen AppLocale an. Damit lassen sich einzelne Programme mit einem vom Betriebssystem abweichenden Codepage starten. Dann sind die Lieder wieder lesbar und das Nicht-Unicode Programm läuft wie gehabt.

Doch es gibt einfachere Möglichkeiten. Für taggen von Mp3-Dateien existiert das Tool „Mp3tag“, welches es erlaubt Zeichen zu manipulieren. Ich habe mir hierzu unter „Aktionen“ für einzelne Mp3-Tags Konvertierungsregeln angelegt. Dort gebe ich jeweils einzeln an, dass von Windows-1251 konvertiert wird. Mp3tag schreibt dann alles mit UTF-16 in die Musik-Datei. Natürlich lassen sich alle Felder auch in eine einzige Aktion packen, doch existiert bspw. der Album-Name schon in Unicode, so würde Mp3tag diesen Wert wiederum als Windows-1251 lesen und den Albumnamen in unlesbare Sonderzeichen konvertieren. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht.

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Stellen wir uns vor es gäbe ein Land in dem eine nationalistische Partei xenophob auftritt und von der jüdischen Weltverschwörung schwadroniert, dieses Land wäre auch nicht weit von Deutschland gelegen und in irgend einer Form durch seine Geschichte mit Deutschland verbunden. Nun wie sollte ein demokratisches Land wie Deutschland darauf reagieren, wenn ein solches Land in die EU strebt? Es vielleicht mit offenen Armen empfangen? Es umarmen? Ihm auf die Schultern klopfen?

Ein solches Land hat es tatsächlich in die EU geschafft, es ist Ungarn und die Bestürzung über den Rechtsruck des Landes ist groß. Aber Ungarn ist nicht das einzige Land, welches mit seinen rassistischen Ausfällen auffällt. Auch die angeblich nach Freiheit strebende Ukraine hat es mal wieder in die Medien geschafft, zwar noch nicht in die deutschen Wohnzimmer aber doch ein wenig beachtet, zumindest im Ausland.

Die nationalistische Partei Swoboda (Freiheit) hat auf dem Majdan im Zentrum Kiews ein antisemitisches Theaterstück aufgeführt, von dem wuchernden Juden, der lügt, betrügt und als Abgeordneter im Parlament sitzt. Die Zuschauer waren mehr als zufrieden:


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XBMC 12.3 Frodo

…ein Ausflug hinter die Kulissen eines XBMC-Scrapers.

XBMC ist ein hervorragendes Werkzeug um Filme zuschauen, aber auch um diese zu verwalten. Wer mehr haben will als einfaches Abspielen, der kommt nicht drum herum sich etwas mit dem Datenbanken-Konzept von XBMC zu befassen und hat sicherlich festgestellt, dass das System nicht immer alles auf Anhieb erkennen und zuordnen kann.

Zunächste einmal sei gesagt, dass XBMC nicht wissen kann was sich hinter einer Datei verbirgt. Diese Information muss zunächst ermittelt werden, das geht entweder indem man eine eigene Beschreibungdatei erzeugt, sie von XBMC erzeugen lässt oder die interne Datenbank des Systems direkt befüllt. Grundsätzoch existieren für XBMC zwei Arten von Beschreibungsdateien, zum einem eine gewöhnliche Textdatei, die oft Releases aus der Raubkopiererszene beiligt und eine native Beschreibungsdatei in XML. Die Zuordnung ist für XBMC durch den Dateinamen gegeben. Die Beschreibungsdatei von FilmXY.avi lautet FilmXY.nfo usw.

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Infuse 2.0 ist ein Player von Firecore für iOS7, der vor einigen Wochen ziemlich durch die Blogs gegeistert ist. Doch die Entwickler scheinen einen kleinen Fehler begangen zu haben und so verschenken sie Infuse 1.5 an alle iOS6 Nutzer.

Der Hintergrund: Infuse 2.0 ist eine reine iOS7 Anwendung und ist kostenlos. Die Pro-Features werden durch einen In-App Kauf freigeschaltet. Wer iOS6 auf seinem Gerät verwendet, kann die App nicht installieren und da Infuse 1.5 nicht mehr direkt angeboten wird, kann niemand der die App damals käuflich erworben hat diese aus dem Store laden, da er dort nur die Version 2.0 findet.

Wenn eine App nicht zum installierten iOS passt, bietet der App-Store neuerdings an eine frühere kompatible Version zu installieren. Im Falle von Infuse 2.0 wird unter iOS6 Infuse 1.5 angeboten, nur musste diese Version früher regulär gekauft und nicht per In-App Kauf aufgewertet werden.

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