Für den liberalen Gemeinde-Rabbiner Dr. Chaim Rozawski ist das „Messianische Judentum“ eine Bewegung, die auf Ignoranz, Böswilligkeit und der Absicht basiert, das jüdische Volk zu zerstören. Für das Online-Magazin Hagalil hat er einen sehr lesenswerten Artikel geschrieben, den ich aus aktuellem Anlass hier zitieren möchte.

Ignoranz

Diese Bewegung basiert auf Ignoranz, weil sie sowohl Judentum als auch Christentum missdeutet, missversteht und entstellt.
Das Judentum wird verdreht, weil historisch, theologisch, halachisch und auch praktisch ein Jude, der sich als Anhänger Jesu bezeichnet, sofort aufhört, ein Jude zu sein.

Böswilligkeit

„Messianisches Judentum“ ist eine böswillige Bewegung, weil sie gleichermaßen Judentum und Christentum entstellt und die Wahrheit über beide Religionen verdreht. Christentum ist in seinem Kern die Verneinung des Judentums, so wie das Judentum in seinem Wesen die Verneinung des Christentums ist.

Zu behaupten, es sei möglich, ein „Jude für Jesus“ zu sein, beschädigt das Gewissen und das religiöse Denken beider Richtungen, und in diesem Sinne ist die Bewegung böswillig. Sie ist es auch deshalb, weil sie zur Zerstörung der jüdischen Religion und des jüdischen Volkes führt.

Zerstörung

[…] Die wahre Natur des Slogans „Juden für Jesus“ ist die Absicht, das Judentum zu vernichten, indem Juden von ihm weg und hin zu Jesus, dem Brennpunkt des Christentums, geführt werden sollen.

[…] Die Absicht dieser Leute ist es, das jüdische Volk zu zerstören. Das ist eine andere Form des christlichen Missionierungsversuches, die Juden zu bekehren und sie so vom Erdboden verschwinden zu lassen.

[…] Es sind die Kirchen, die stets versucht haben und noch immer versuchen, das jüdische Volk mittels Bekehrung zum Christentum zu zerstören. Wo die Kirchen es bisher nicht geschafft haben, versuchen es nun die „Juden für Jesus“. Das Ziel ist dasselbe – die Beseitigung der Juden. Auch wenn man es nicht mehr direkt so nennt, es bleibt doch dasselbe. Und ob man einen Juden in der Gaskammer tötet oder durch Konversion – in beiden Fällen ist er als Jude tot.

[…] Nach dem furchtbaren Jahrhundert, in dem wir ein Drittel unseres Volkes in den finsteren Zeiten der Shoah verloren haben, können wir es nicht zulassen, auch nur noch einen einzigen Menschen zu verlieren. Messianisches Judentum“ ist ein fortdauernder Versuch, Juden durch verführerisches Reden und Arglist zu gewinnen, es ist die Fortführung der Shoah mit anderen Mitteln.

In einer Zeit, in der messianische Sekten, wie „Beit Hesed“ (Kirill Swiderski) und „Juden für Jesus“ (Avi Snyder) immer weiter um sich greifen und kritischen Stimmen mit Klagen, Polizei, sowie weltlichen und himmlischen Gerichten drohen und massiven Druck auf Andersdenkende ausüben, müssen klare und unmissverständliche Worte dafür gefunden werden, was hier passiert. Rabbiner Rozwaski hat dies mit seinem Artikel getan.

Aus dem Hagalil-Artikel: „Messianisches Judentum“:
Gift im Schokoladenbonbon

Rabbiner Dr. Chaim Rozwaski, liberaler Rabbiner der jüdischen Gemeinde zu Berlin.

Auf SOLUTIX.de sind weitere kritische Artikel zum Thema „Judenmission“ erschienen u.A. Kirill Swiderski und „Beit Hesed“

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