Nach zwei Wochen Krieg in Gaza entdeckt auch endlich Spiegel Online, dass die Hamas Bilder und Videos aus dem Gazastreifen zensiert und Journalisten teils bedroht. Kurz nach Kriegsbegin hat sich die Redaktion nur über die israelische Weigerung aufgeregt Journalisten in das umkämpfte Gebiet zu lassen.

Dabei wird den Qualitätsjournalisten langsam klar, dass ihre bloße Anwesenheit noch kein Garant für saubere Berichtserstattung ist.

„Lokale Journalisten berichteten in den vergangenen Tagen hinter vorgehaltener Hand, Hamas-Aufseher würden sie anhalten, keine Kämpfer zu zeigen. Die Aufpasser seien teilweise sogar vor den Journalisten vor Ort und gäben Anweisungen, was zu filmen sei. Teilweise seien die Hamas-Männer sogar handgreiflich geworden, um die Fernsehteams am Drehen zu hindern, sagte der ZDF-Kameramann seinem Sender.

Die Hamas-Zensur scheint weit zu reichen, das ergeben Anrufe bei einigen Journalisten in Gaza. Die Angst, die sie haben, über das Thema zu sprechen, lässt auf großen Druck seitens der Islamisten schließen. Gefragt, ob er sich zu diesem Thema mal umhören könnte, verneint ein Journalist rundweg. Solche Fragen zu stellen, sei gefährlich, wenn die Hamas erfahre, dass er in Sachen Zensur recherchiere, gerate er in Schwierigkeiten.“ Ulrike Putz, Spiegel Online

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