Die Grünen würden nur all zu gern israelische Produkte, die in Judäa und Samaria (Westjordanland) hergestellt werden gesondert kennzeichnen. Dagegen regt sich zu recht Widerstand, zu sehr erinnert die Forderung an die „Kauft nicht bei Juden“ Rufe der NS-Zeit. Zu sehr wird deutlich, dass für Israel, den Juden unter den Staaten, Sonderregelungen aus dem Boden gestampft werden sollen.

Die jüdischen Kartoffeln sollen bloß nicht heilige arabische Wüste berühren und dann in deutschen Tellern landen. Dabei hat eine Kennzeichnungspflicht für Produkte aus israelischen Siedlungen durchaus Vorteile. Schwer vorstellbar, dass fromme Muslime bei vorhandenen Alternativen Produkte „Made in Israel“ kaufen würden, bei „Made in Palestine“ sehe die Sache vielleicht anders aus. Der Paliophile Deutsche würde im Geschäft gezielt nach palästinensischen Möhren suchen anstatt israelische Möhren zu boykottieren.
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Springerpresse, Zionistenpresse? Der Muslim-Markt, eine bekannte, wenn auch durch und durch groteske Internetseite für Muslime, widmet eine ganze Abteilung der so genannten Springer-Presse, die voll und ganz im Dienste Israels stehen soll. So schreibt der Betreiber Dr. Özuguz (So heißt er wirklich!):

Die Springer-Presse wurde von Axel Cäsar Springer nach dem Krieg begründet und stellt derzeit das wohl mächtigste Sprachrohr zionistischer Interessen in Deutschland dar. Axel Springer hat niemals ein Geheimnis aus seiner extremen und einseitigen Unterstützung für „Israel“ und den Zionismus gemacht. So hat er z.B. das oberste Stockwerk des Springer-Hauses ganz dem Zionismus und „Israel“ gewidmet und dort eine Ausstellung diesbezüglich eingerichtet. Von Anfang an schrieb seine Presse für „Israel“ und gegen Palästina.

Bereits bei seinem ersten Besuch in Israel 1966 spendete Springer rund 3,6 Millionen DM für das Israel Museum (das war damals noch viel mehr wert). Seine Großzügigkeit gegenüber allen zionistischen Organisationen und Organisationen, die „Israel“ nahe stehen hatte auch später bestand. So konnte z. B. die Shoah GmbH mietfrei ein paar Räume in einem Springer-Haus nutzen. Springer trägt auch alle Bürokosten, vom Aktendeckel bis zur Telefonrechnung, die bei der Shoah GmbH anfallen.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Pseudostaates „Israel“ widmete der Springer-Verlag eine Ausstellung des Fotografen Micha Bar-Am der Staatsgründung in der Axel-Springer-Passage in Berlin. Quelle: Muslim-Markt.de, Dr.Yavuz Özoguz

Was daran verwerflich sein soll kann ich nicht nachvollziehen. Lässt man das Geblubber weg, dann liest man Ehrenvolles. Springer setzt sich gegen das Vergessen des Holocaust ein, finanziert ein Israel-Museum, stellt Informationen über die Gründung der einzigen Demokratie im Nahen Osten aus. Was bitte schön, soll daran verachtenswert sein? Ist jeder, der den Holocaust anerkennt und an ein jüdisches Museum spendet ein schlimmer Zionist? Und wenn schon Zionist, was ist so schlimm daran?

Jedenfalls ist Kritik an Springer längst zur Mode geworden, die Welt-Redaktion lässt es sich aber trotzdem nicht nehmen gebührend auf haltlose Vorwürfe zu reagieren.

Der Muslim-Markt wettert aber auch sonst heftig gegen Israel und beteuert der Israel Boykott ginge nicht gegen die Religion des Judentums, sondern nur gegen Zionisten und den westlichen Lebensstiel. Durchgehend bezeichnen die frommen und selbstverständlich überaus rechtschaffenden Autoren Israel als „Pseudostaat“, welcher „die gesamte Region mit Terror und Schrecken“ übersät. Eine eklatante Verdrehung der Tatsachen und des Terrors, welcher von muslimischer Seite seit Jahrzehnten gegen die jüdische Bevölkerung ausgeht.

Seit Staatsgründung (von der UNO übrigens anerkannt und gewollt, von den arabischen und muslimischen Staaten nicht) gab es bereits fünf handfeste Kriege, seit acht Jahren wird das Land von bisher 10 000 Raketen übersät. Angesichts der Gewalt gegen israelische und vor allem jüdische Zivilisten vom „israelischen oder zionistischen Aggressors“ zu sprechen ist töricht.

Über einige Links auf meine ganz eigene „Israil Boykott“ Seite würde ich mich deswegen freuen!

Ja, liebe Islamisten, Terroristen, deutsche Terroristenversteher und Djihadisten. Nicht nur Aldi, Lidl, Rewe, McDonalds und Coca Cola gehören nach Meinung ganz gescheiter Menschen Juden, sondern auch Google und Yahoo!. Wenn ihr also Juden ähhh Israel boykottieren wollt, dann verzichtet auf Youtube, Googlemail und die Suchmaschinen Google und Yahoo!, hört auf Cola zu trinken, Hamburger zu futtern und ICQ zu benutzen. Sämtliche Prozessorhersteller lassen ebenfalls in Israel entwickeln, folgerichtig müsstet ihr auf den Kauf von Intel, AMD und IBM Prozessoren verzichten.

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In der so genannten Blogsphere hält sich hartnäckig das Gerücht, die Discounter LIDL und Aldi würden ihre Einnahmen vom 9. und 10. Januar an Israel spenden. Offensichtlich haben diese Nachricht islamistische Blogs gestreut. Von dort aus verbreitete sie sich relativ schnell im Netz und schwappte dann auch auf SMS über.

So sympathisch eine Spendenaktion an Israel wäre, so unwahr ist sie. Beide Unternehmen haben die Gerüchte bereits dementiert*. Dennoch ist eines interessant, viele verschickte SMS und Mails enthalten rassistische Mitteilungen, so wird unterstellt die beiden Konzerne würden Juden gehören und müssten aus diesem Grund gemieden werden.

Auch viele über Youtube verbreitete Videos spielen mit Ressentiments, die auf den Boykott vermeintlich israelischer, sowie jüdischer Firmen oder Waren abzielen. Die rasante Verbreitung der Hoax-Botschaften führt deutlich vor Augen wie anfällig muslimische Bürger gegenüber Propaganda sind.




Als kleines Zeichen, werde ich mir heute bei LIDL ein paar israelische Cracker kaufen. Wer israelische Soldaten unterstützen will, der kann ihnen derzeit gern eine Mahlzeit (Pizza, Burger, Getränke) zukommen lassen.

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