Die von russischer Kultur geprägte „Evangeliumskirche Glaubensgeneration“ führt unter einer eigens dafür eingerichteten Seite einen Kreuzzug gegen einen Kritiker und demaskiert sich dabei selbst. Die evangelikale Sekte spielt dabei mit Ressentiments ihrer Mitglieder und liefert Munition für ihre christlich-fundamentalistischen Verfechter.

So greift Sie in einem Pamphlet mit dem Titel „Wer ist der Verfasser der Negativen Seiten???“ die Abstammung eines Kritikers auf und bezeichnet ihn als „fanatischen Juden“. Was danach kommt ist beispielloser und teils menschenverachtender Zynismus.

So sprechen die Verfasser davon, dass das Judentum nicht abgelegt werden kann. Ihrer Meinung nach bleibt ein Mensch jüdischen Glaubens selbst dann Jude, wenn er sich einer anderen Glaubensgemeinschaft anschließt. Dies setzt voraus, dass das Judesein ethnisch und rassistisch definiert wird. Diese Herangehensweise ist nicht neu. Schon der deutsche Antisemitismus vor 1945 nutzte diese rassisch-völkische Sicht, um auch konvertierte Juden weiterhin als Menschen mit angeblich unveränderlichen, ererbten Charaktereigenschaften brandmarken zu können. Durch Verzicht auf Religionsausübung, Austritt aus der Gemeinde, Konversion in eine andere Religion oder Heirat mit Andersgläubigen konnte sich ein so gebrandmarkter Mensch nicht „seines Judentums“ entlegen.

Offensichtlich einverleibt sich eine evangelikale Gruppe weiterhin dieses Muster.

Die Wirklichkeit ist anders und über jeden Rassismus erhaben. Die Geburtsstunde des Judentums schlug vermutlich erst um 450 v.Z., mit dem Auftreten des Priesters Esra. Für Esra war das Glaubensbekenntnis mindestens ebenso wichtig, wie die Abstammung. Doch auch schon zuvor spielten ethnische Merkmale eine untergeordnete Rolle.

Verfolgt man die Geschichte der Hebräer und Israeliten, so erkennt man einen beispiellosen Pluralismus und Multikulturalität. Der Erzvater Abraham ist nach jüdischer Ansicht nicht nur der Vater des jüdischen Volkes, sondern der Ursprung vieler Kulturen. So sollen nach talmudischer Auslegung selbst die Römer auf Abraham zurück gehen.  Bekannter ist allerdings, dass sich der Islam direkt und unmittelbar auf Abraham und seinen Sohn Ismael beruft.

Während der gesamten jüdischen Geschichte, dem Bau und Zerstörung beider Tempel, der glorreichen Könige und Priesterschaft war Übertritt und Konversion ein immerwährendes Thema. Doch niemals wurden rassische Maßstäbe angelegt.

Dieser großen Weitsicht ist es zu verdanken, dass es heute eine weltweit aktive jüdische Gemeinschaft gibt. Äthiopische Juden aus Schwarzafrika, Bergjuden aus Aserbaidschan und Dagestan, Cochin-Juden aus Indien, sefardische Juden aus arabischen Ländern und aschkenasische Juden aus Osteuropa finden im Judentum nicht nur eine kulturelle Heimat sondern auch eine tatsächliche, in der Manifestation des israelischen Staates.

Für die Einwanderung nach Israel ist hingegen nur das Bekenntnis zur jüdischen Religion wichtig. Das Heimkehrgesetz verlangt entweder die Abstammung von mindestens einer jüdischen Ururgroßmutter mütterlicherseits oder die Konversion zum Judentum. Mit Übertritt in eine andere Religion erlischt der Anspruch auf Einwanderung nach Israel – Man ist dann kein Jude mehr.

Das israelische Heimkehrgesetz stellt auch die Grundlange für die Einwanderung von Juden aus Osteuropa nach Deutschland dar. Bisher haben sich 108 Tausend Juden für diesen Weg entschieden und sich einer jüdischen Gemeinde in Deutschland angeschlossen. Sie stellen nun ein leichtes Ziel für Missionierungsversuche evangelikaler Christen in Deutschland dar.

Da sie Russisch sprechen sind diese Juden auch für die „Evangeliumskirche Glaubensgeneration“ und andere Sekten interessant. Treten Juden zum Christentum über, so gelten auch sie nicht mehr als dem jüdischen Volk angehörend und werden das jüdische Leben in Deutschland nicht mitgestalten können. Der Mitgliedsschwund in den jüdischen Gemeinden wird weiter steigen und das evangelikale Christentum von einem großen Wunder sprechen und ihr Missionswerk anpreisen. Eine Vermengung von Christentum und Judentum, wie den Mitgliedern suggeriert wird, ist unter den genannten Umständen nicht möglich.

Das zarte Pflänzchen „Deutsches Judentum“ wird unter den Augen der Landeskirchen niedergetrampelt, die sich ihrerseits dazu verpflichtet hatten angesichts der deutschen Vergangenheit, auf Judenmission zu verzichten.

Judenmission ist keine Integrationsleistung, sondern die Zerstörung des Judentums in Deutschland.

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In Neuseeland wurde ein 14-jähriges Mädchen einem Exorzismus unterzogen, als folge der Misshandlung musste das Maori-Mädchen im Krankenhaus behandelt werden. Sie erholt sich nun von mehreren Notoperationen.

Sechs weitere Verwandte des Mädchens ließen sich ähnlichen Ritualen unterziehen, ihre 22 Jahre alte Cousine verstarb dabei. Ihr Körper wies Kratzer und blaue Flecken auf, ihre Augen seien verletzt gewesen.

Neuseeländische Verhältnisse bestehen in Deutschland zwar noch nicht, doch gibt es immer mehr Glaubensgemeinschaften, die aktiv Exorzismen, auch an Jugendlichen ausführen.