Auge um Auge, Zahn um Zahn. Sie spielen mit dem perfiden Bild eines rachsüchtigen Gottes und verwenden dabei antisemitische Stereotype. Die Glaubensgeneration hat einen Film gedreht, der mit neuen Bildern alte Feindbilder beschwört.

Paul Epp spielt dabei David, einen fiesen jüdischen Geschäftsmann*, der gleich zwei Leben ruiniert. Aus einem fadenscheinigen Grund feuert er zuerst seine blonde Sekretärin Emma (Ludmila Gorbachev), die sich daraufhin vor ein Auto wirft, woraufhin der Fahrer (Adam, gespielt von Artur Epp) des Wagens wegen Mordes, lebenslänglich ins Gefängnis wandert. Doch Gott rächt sich an dem Juden und lässt wiederum eine Gangsterbande seine Frau ermorden.

Selbstverständlich findet der Jude keinen Trost, vor seinem Gott und so beweint er seinen Verlust nicht in einer Synagoge, sondern in einer Kirche. Mit der trauerden Familie des Unfallfahrers (Eva) konfrontiert beschuldigt er zunächst Gott, um sich sodann zu Jesus zu bekehren.

An Plätte ist der Streifen kaum zu überbieten. Unter dem Titel „Der Domino Effekt“ von Diana Fröse, bei Youtube veröffentlicht.
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Уже на протяжении  нескольких лет мы печатаем материалы, раскрывающие методы работы различных  христианских организаций и сект, пытающихся «охристианить» евреев. При  этом им хорошо известно, что серьёзные церкви никогда не станут этим заниматься, так как  в нашем цивилизованном мире это считается  недостойным делом. И многие церкви говорят:  «Руки прочь от евреев!»
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In seinem Blog „Gutes Wissen“ (des)informiert PinchasGer, der der Glaubensgeneration-Leitung mehr als nahe zu stehen scheint seine Leser und redet sich um Kopf und Kragen. Mal wirft er einem relativ großen Forum „Irrglaube und Wahrheit“ vor keine Links auf das Angebot seiner Kirche setzen zu dürfen und mutmaßt, dass er wegen seiner Meinung bald gesperrt wird:

„Komische Sachen passieren auf Irrglaube und Wahrheit. Eine Seite die vorgibt allerlei Meinungen zusammmenzutragen um zum Dialog zwischen Gläubigen anzuregen, schließt plötzlich ihr Themenabteil „Befreundete und empfehlenswerte URL`s“ nachdem ich dort einen Link zur Glaubensgeneration gemacht hab, weil dort alle anderen Links für Russlanddeutsche Gemeinden sind. Daraufhin erklärt die Forumleitung, dass sie selbst entscheidet mit wem sie befreundet ist und löscht meinen Link einfach so. Alle anderen Links wurden beibehalten.

Soviel zu Meinungsvielfalt und Offenheit im Forum. Mal sehen, vielleicht werde ich bald auch gesperrt, nur weil ich nicht nach der Pfeife des Admin tanze…“ Quelle: gutes-wissen.blogspot.com, Komische Sachen bei Irrglaube und Wahrhei. Autor: Pinehas

Wenig später sieht der kleine „Leader“ dann neue „Christenverfolgungen in Deutschland“ kommen, weil man dem Prediger Alexander Epp und seiner selbsternannten Kirche oder wie er selbst denn Sektenbeauftragen unterstellt „Sekte“, den Aufenthalt in einer Jugendherberge untersagt hatte.

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Mission Gottesreich - Fundamentalistische Christen in Deutschland (u.a. Glaubensgeneration)Mit ihrem Buch „Mission Gottesreich“ legen die beiden Autoren Oda Lambrecht und Christian Baars ein umfassendes Werk über die Evangelikale Szene in Deutschland vor. Fast spielerisch wird der Leser durch relevante Themen geführt, erfährt auf rund 200 Seiten Besonderheiten und Ausrichtungen der größten Gemeinschaften in Deutschland, lernt aber auch Ansichten und Arbeitsmethoden der Gemeinden kennen.

Dabei verlassen sich die Autoren nicht nur auf Fachliteratur und bereits bestehende Medienberichte, sondern sind auch selbst aktiv geworden. Fundamentalistische Gemeinden und deren Veranstaltungen wurden ebenso aufgesucht, wie mit Anhängern, Aussteigern und Theologen gesprochen, Internetforen beobachtet, Veröffentlichungen bibeltreuer Christen ausgewertet, unzählige Predigten analysiert.

Die Bilanz ist vernichtend. Christliche Fundamentalisten sind radikal, die Bibel für sie Lebens- und Glaubensgrundlage, andere Religionen lehnen sie ab, alle Nichtchristen wollen sie bekehren. Homosexualität gilt als Sünde, Sex vor der Ehe ist verpönt, die Evolutionstheorie wird bezweifelt.

Die vielleicht größte Leistung des Werkes sind aber nicht die zahlreichen Quellen und direkte Gespräche die geführt worden sind, sondern die Eigendemaskierung der frommen Funktionäre und Gemeindeleiter. Darüber hinaus werden aber auch wichtige Fragen gestellt, wie etwa die danach warum die Evangelische Kirche in Deutschland sich an die Evangelikalen anschmiegt und so eigene Werte aufgibt.

Die Sach- und Personenregister machen das Buch zu einem weitestgehend vollständigen Nachschlagewerk und helfen bei weiteren Recherchen.

Berichtet wird unter anderem über die Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) mit Sitz in Korntal bei Stuttgart, die Studiengemeinschaft „Wort und Wissen“ (Freudenstadt-Baiersbronn) sowie der Christliche Medienverbund KEP (Konferenz Evangelikaler Publizisten), ERF Medien (Evangeliums-Rundfunk) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (alle Wetzlar). Kritisiert werden auch charismatische Werke und Gemeinden, darunter das von Reinhard Bonnke geleitete Missionswerk „Christus für alle Nationen“ (Frankfurt am Main), die Biblische Glaubensgemeinde Stuttgart mit Pastor Peter Wenz, die Evangeliumskirche Glaubensgeneration (Duisburg) mit Pastor Alexander Epp.

Auf der Internetseite zum Buch werden Reaktionen gesammelt.

Die Autoren

Oda Lambrecht: Jahrgang 1976; Studium der Politikwissenschaft und Journalistik in Leipzig und Hamburg; neben dem Studium Beiträge für verschiedene überregionale Zeitungen und freie Mitarbeit beim NDR; 2004 bis 2006 Volontariat beim SWR; ab April 2006 freie Fernsehreporterin beim SWR in Mainz; ab Juli 2006 Redakteurin bei ARD aktuell in Hamburg für »Tagesschau« und »Nacht Magazin«; ab 2006 auch Beiträge für die ARD-Hörfunksender NDR Info und SWR2.

Christian Baars: Jahrgang 1976; Studium der Romanistik und Politikwissenschaft in Hamburg und Dakar; neben dem Studium freie Mitarbeit beim NDR, 2002-2003 Volontariat beim NDR; ab September 2003 Redakteur bei ARD aktuell in Hamburg für die »Tagesschau«; ab März 2004 freier Reporter vor allem für NDR Info und das ARD-Magazin »Panorama«; seit September 2008 Referent beim Norddeutschen Rundfunk im Programmbereich »Programmbegleitende Dienste / Multimedia«.

Ch. Links Verlag, 2009.
Preis: 16,90 Euro.
ISBN: 978-3-86153-512-6
Ausstattung: Broschur
Format: 12.5 x 20.5 cm
Seitenzahl: 248

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Wie weit darf Toleranz gehen und welche Maßstäbe legen wir bei Bewertung einer neuen Religionsgemeinschaft an? Diese Frage stellen sich zunehmen Bürgerbewegungen und kritische Beobachter.

In den USA wo christliche Gruppen starken Einfluss auf die Politik und Gesellschaft ausüben erklärten einer Studie der Barna Group (christliches Meinungsforschungsinstitut) zufolge 91% alle Nicht-Christen und 80% der Kirchgänger, dass der Begriff „anti-homosexuell“ das Christentum gut beschreibe. Sie äußerten außerdem, „dass Christen übertriebene Verachtung und lieblose Haltungen gegenüber Schwulen und Lesben hätten“.

Auch in Deutschland ist Ablehnung gegen Schwule in den letzten Jahren wieder zum Thema geworden. Evangelikale Gruppen machen zunehmend Stimmung gegen Schwule und berufen sich dabei auf die Bibel.

Jahrelang konnte auch der Pastor einer evangelikalen Gruppe in Duisburg Stimmung gegen Homosexuelle machen und ihre Lebensart als „Sodom und Gomorra“ bezeichnen. Sodom und Gomorra zwei biblische Städte sind nach evangelikaler Lesart der Inbegriff der Sünde geworden. Gott selbst hat die Stätten der Wollust und „Laster wider die Natur“, was Sodomie heute beschreibt, in einen Regen aus Feuer und Schwefel getränkt und so ausgemerzt.

Schon in einer aus dem Jahr 2000 stammenden Gemeindezeitung, die heute immer noch im Umlauf ist schreibt Pastor Alexander Epp von der Evangeliumskirche Glaubensgeneration in russischer Sprache:

„Не забывайте о детской порнографии, гомосексуализме, лесбиянстве и онанизме! Искалеченные души изнасилованных мальчиков и девочек! В церквях поют хоры гомосексуалистов, а священникам разрешено быть «голубыми», только не меняя партнёров.“ Quelle: „Газета N 7“, Секс и любовь – Содом и Гоморра, А. Эпп, 28.07.2000

„Vergessen Sie nicht die Kinderpornografie, Homosexualität, Lesbiertum und Onanie! Die geschädigten Seelen vergewaltigter Jungen und Mädchen! In Kirchen singen homosexuelle Chöre und Priestern ist es erlaubt schwul zu sein, ohne jedoch den Partner zu wechseln.“ Quelle: „Gemeindeschrift, 7. Ausgabe, Sex und Liebe – Sodom und Gomorra, Alexander Epp, 27.07.2000“

In einer erschreckenden Schärfe stellt ein Gemeindevorstand Schwule und Lesben mit pädophilen Straftätern auf eine Stufe und hetzt auch im Anschluss seines Artikels gegen die Gesellschaft, die er als Reich Satans tituliert.

Nur zwei Jahre später im Jahr 2002 stellt sich Alexander Epp in der 14. Ausgabe seine Gemeindezeitung wieder die Frage „Warum Jesus Christus auf die Erde gekommen ist“ und sieht die Welt wieder in den Fängen Satans. Auch hier werden neben Ehescheidungen und Drogenkonsum wieder die Homosexuellen als Beleg einer sich im Sturzflug befindlichen Welt herangezogen:

„Гомосексуализм и лесбиянство буквально заполоняет страну. Сатанизм набирает силу.“ Quelle: Газета N 14, Для чего Иисус Христос пришел на Землю, Александр Эпп, 28.07.2002

„Homosexualität und Lesbiertum füllen buchstäblich das Land. Satanismus gewinnt an Stärke.“ Quelle: Gemeindeschrift 14. Ausgabe, Warum kam Jesus Christus auf die Erde, Alexander Epp, 28.07.2002

Auch 2005 und 2006 hat sich Alexander Epp entsprechen in den Gemeindeschriften 21 und 24 negativ über schwule und lesbische Menschen geäußert und blieb damit scheinbar unentdeckt. Kaum jemand hat sich die Mühe gemacht seine Schriften ins Deutsche zu übersetzen und an entsprechende Stellen zu leiten.

Doch 2005 wurde sein Artikel „Die Dornenkrone“ von der Kirche selbst übersetzt und ins Internet eingestellt. Dort versinkt er in einen Monolog, der die Gesellschaft abermals als dem Untergang geweiht darstellt und die Ziele eines gottlosen Menschen umreißt:

„[…] Man muss uns nichts beibringen, wir wissen alles selbst – es ist unser Leben, wir sind die Herren. Wir wissen „wie“ und lassen nicht zu, uns zu erzählen, dass es falsch ist: Sex vor der Ehe zu haben, mit sexualisierter Werbung Geld zu verdienen, dass Homosexualität Sodom und Gomorra ist; es ist nicht notwendig, uns zu sagen, was wir zu tun und zu lassen haben – wir werden das tun, was wir wollen, wir sind frei! Und wir werden weiterhin sexuelle Freizügigkeit verbreiten und dafür werben, abtreiben, Sex mit Kindern haben, in den Schulen werden wir Selbstbefriedigung und Verhütung befürworten – es ist besser als die Moral der Enthaltsamkeit. Wir werden die Liebe zur Zauberei und Magie fördern. Hierfür werden wir solche Feiern wie Halloween oder Karneval erfinden. Hexenversammlungen machen wir zum Spiel. Und damit wir die Aufmerksamkeit der Menschen auf den Satanismus lenken können, werden wir viele Bücher schreiben und Filme drehen über Harry Potter. Der Jugend werden wir erzählen, dass Haschisch ein Medikament und gesundheitsfördernd ist, wir werden es harmlos als „Gras“ bezeichnen. Heroin und LCD werden wir legalisieren, damit es jeder kaufen kann, die Menschen müssen die Wahl haben! Lasst sie auswählen – das ist die wahre Freiheit! Wir werden unsere Welt in eine Stadt der Verrückten verwandeln, in der ein Mann eine Mutter sein kann, nur weil bestimmte Männer Lust dazu haben, „Mama und Papa“ zu spielen und ein Kind zu adoptieren. Wo Kinder auf den Schultoiletten masturbieren. Wo Kirchen ihre Gebäude abreißen lassen oder an Bestattungsinstitute verkaufen. […]“

Quelle: Die Dornenkrone, Alexander Epp, Evangeliumskirche Glaubensgeneration. Anm.: Hervorhebungen von mir.

Angesichts der durch und durch homophoben Einstellung der Evangeliumskirche Glaubensgeneration befremdet es sehr, wenn die Gemeinschaft noch immer nicht völlig als solche enttarnt worden ist. Alle benötigten Schriften sind ohne Einschränkung im Internet abrufbar und können ohne große Umstände online übersetzt werden.

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