Nach zwei Wochen Krieg in Gaza entdeckt auch endlich Spiegel Online, dass die Hamas Bilder und Videos aus dem Gazastreifen zensiert und Journalisten teils bedroht. Kurz nach Kriegsbegin hat sich die Redaktion nur über die israelische Weigerung aufgeregt Journalisten in das umkämpfte Gebiet zu lassen.

Dabei wird den Qualitätsjournalisten langsam klar, dass ihre bloße Anwesenheit noch kein Garant für saubere Berichtserstattung ist.

„Lokale Journalisten berichteten in den vergangenen Tagen hinter vorgehaltener Hand, Hamas-Aufseher würden sie anhalten, keine Kämpfer zu zeigen. Die Aufpasser seien teilweise sogar vor den Journalisten vor Ort und gäben Anweisungen, was zu filmen sei. Teilweise seien die Hamas-Männer sogar handgreiflich geworden, um die Fernsehteams am Drehen zu hindern, sagte der ZDF-Kameramann seinem Sender.

Die Hamas-Zensur scheint weit zu reichen, das ergeben Anrufe bei einigen Journalisten in Gaza. Die Angst, die sie haben, über das Thema zu sprechen, lässt auf großen Druck seitens der Islamisten schließen. Gefragt, ob er sich zu diesem Thema mal umhören könnte, verneint ein Journalist rundweg. Solche Fragen zu stellen, sei gefährlich, wenn die Hamas erfahre, dass er in Sachen Zensur recherchiere, gerate er in Schwierigkeiten.“ Ulrike Putz, Spiegel Online

France 2 strahlte versehentlich ein Video mit israelischen, anstatt palästinensischen Opfern aus. Spiegel Online titelte dazu dann „Französisches TV zeigt falsche Opfer“, man muss nicht zwischen den Zeilen lesen um die Doppelmoral dahinter zu verstehen.

Palästinensische Opfer sind die „Richtigen“. Israelische Opfer sind dagegen die „Falschen“.

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Clemens Wergin schreibt für Welt Online, mal wieder einen Artikel dessen Sicht ich mal wieder voll unterstützen kann.

„Zur Erinnerung: Dies ist ein Krieg, den Israel nicht gesucht hat, sondern verhindern wollte. Fast flehentlich hat Israels Premier Ehud Olmert die Hamas gebeten, den am 19. Dezember ausgelaufenen, sogenannten Waffenstillstand zu verlängern, und sie vor den Folgen gewarnt, falls der Raketenbeschuss auf Israel anhalten würde. Das war der Hamas gleichgültig. Um ideologisch „rein“ zu bleiben, hat sie lieber Krieg über die Palästinenser gebracht.“ Quelle: Welt Online

Zusätzlich hat sie die Welt Redaktion einen kleinen Film erlaubt, der mit dem Gerücht aufräumt Springer müsse „Pro-Israel“ berichten oder dürfe keine Kritik an Israel üben.

Das Video ist unterhalb des Artikels zu finden.

Am 29.12.2008 skandierten aufgebrachte Palästinenser in Berlin antisemitische Hetze und riefen unter anderem auch den unter Arabern beliebten Spruch „Kindermörder Israel“. Ebenso gern werden zivile Opfer unter den Palästinensern im Gazastreifen beklagt. Dabei reicht ein Blick in die Medien, um zu sehen, dass Israel alles erdenkbare unternimmt, um zivile Opfer zu vermeiden.

So schreibt Norbert Jessen für „Welt Online“:

„Israel hat in den vergangenen Tagen vor dem Beschuss von militärischen Zielen in Wohngebieten Anwohner über SMS oder automatische Anrufe gewarnt, die den Codenamen „Aufs Dach klopfen“ haben. Die Hamas rief dagegen zur Aktion „Aufs Dach steigen“ auf, und tatsächlich stieg die Familie Nisar Rians auf das Dach ihres Hauses, statt zu flüchten. „Wir hatten nicht damit gerechnet, dass die Israelis schießen, wenn Kinder im Hause sind“, erklärte einer der älteren Söhne Rians am Freitag im Fernsehsender al-Arabija.“ Quelle: Die Welt

Der Hamas-Führer Nisar Rian war eine Schlüsselfigur im Gaza-Konflikt und war unter anderem für Selbstmordattentate verantwortlich. Einen der unzähligen Selbstmordattentate ließ er sogar seinen eigenen Sohn ausführen.

Nun starb der Terrorist mit seinen vier Frauen und elf seiner Kinder. Anstatt auf die Warnung zu hören stieg die Familie auf das Dach ihres Hauses. Sie glaubten nicht, dass Israel auf Kinder schießen würde und so starb eine Familie für einen sinnlosen Konflikt. Ausgenutzt von einem Feigling.

Keine Rede kann davon sein, dass Israel Kinder gezielt umbringt oder ein Massaker in Gaza anrichtet, wie es jungst Prof. Udo Steinbach bei der Tagesschau äußern durfte. Vielmehr gleicht Israels Kampf einen Chirurgischen Angriff. Präzise werden Tunnelsysteme angegriffen, die der Hamas als Nachschubwege dienen. Anführer werden zielgenau anvisiert. Bewohner auf allen Wegen vor Angriffen gewarnt.

Natürlich, und das muss in aller Deutlichkeit gesagt werden, sind zivile Opfer bedauerlich. Doch selbst nach schärfster Auslegung des Kriegsrechts sind Angriffe auf Waffendepots auch dann legal, wenn sie zwischen Wohnhäusern und Schulen errichtet worden sind.

So gehen die Ausschreitungen weiter, in der vergangenen Nacht wurde ein weiterer Hamas-Führer getötet „Abu Sakaria al-Dschamal“.

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SPIEGEL Online beklagt israelische Zensur und zeigt offen seine Qualitäten. Ulrike Putz schreibt aus Jerusalem unter dem Titel „Frontberichte aus zweiter Hand“, dass Israel den Zugang zum Gazastreifen blockiert und eine „Operation Public Relation“ betreibt. Auf mehreren Seiten geht das Gejammer weiter, mal wird angedeutet Israel wolle keine Verifizierung seiner Angaben zulassen, mal wird darüber gejammert, dass man sich auf arabische Medien und ihre Büros in den Autonomiegebieten verlassen müsse.

Dass die Hamas, die Hisbollah und andere Terrororganisationen die Presse seit Jahren nachweislich an der Nase herumführen ist ihr nur einen einzigen Satz wert.

So bleibt sie dem Leser die Antwort schuldig, warum keine große westliche Agentur es geschafft hat eigene Büros in den Palästinensergebieten zu eröffnen und Reporter auszubilden. Auch scheint sie es nicht für nötig zu halten die ägyptische Regierung aufzufordern Reporter an ihrer Grenze nach Gaza zu lassen. Vielleicht wäre das aber schlicht zu gefährlich.

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