Moderatorin:

“Sagt mir, Kinder, ihr tragt Palästinenser-Schals. Was wollt ihr damit zeigen? Dass ihr Freunde der palästinensischen Kinder seid, und dass ihr euch Sorgen darüber macht, was vor sich geht.

Was hat der Feind getan? Sie haben die unterdrückten Kinder Gazas zu Märtyrern gemacht. Sie haben ihre Familien – ihre Eltern – auch zu Märtyrern gemacht. Diese Kinder waren schutzlos. Sie waren noch so klein, dass sie außer ihren Eltern niemanden kannten.

Außer die Straße entlang zu spazieren und nach duftenden Blumen zu suchen, haben diese Kinder nichts getan. Sie wussten nicht, was Krieg bedeutet. Sie wussten nichts von Mord, Massaker und Verbrechen. Sie kannten das Böse nicht. Aber bevor sie aufwachsen konnten, bekamen sie einen Geschmack davon, wie böse der Feind ist.

[…]

Wir hassen diese Feinde. Wir alle verabscheuen sie. Wir sind wütend auf sie. Wir identifizieren uns mit den Kindern Palästinas.

[…]

Versetzen wir uns doch in die Lage der palästinensischen Kinder – warum nicht? Kids, lasst uns zusammen in die Lage der palästinensischen Kinder hineinversetzen – die Kinder Gazas. Was würden wir wohl tun, wenn wir an ihrer Stelle wären? Würden wir uns ergeben oder würden wir zurückschlagen? Sagt ihr es mir…

Alle Kinder unisono:

“Zurückschlagen.”

Kind:

“Wir würden uns alle vereinen, damit wir kämpfen können…”

Moderatorin:

“…die Feinde und die bösen Menschen. Das ist richtig, wir würden gegen sie kämpfen und sie besiegen. Was würdet ihr sagen?”

Zweites Kind:

“Unser Land… wir müssen…”

Moderatorin:

“…es verteidigen…”

Zweites Kind:

“Wir werden kämpfen bis zum Sieg.”

Moderatorin:

“Sehr gut.”

Anschließend müssen die Kinder versprechen, dass sie ihre Arme, Beine und Glieder freudig dem Krieg gegen die Israelis opfern würden, und zum blutrünstigen Allah für die Kinder Palästinas um Durchhaltewillen in ihrem Märtyrerkampf beten.

Für das Regime des Iran genießen Frauen einen ganz besonderen Schutz, verschleiert in der Verfassung werden der Frau alle Menschenrechte gewehrt, doch dies allein nach islamischen Maßstäben. So werden Frauen schnell auf den Boden des patriarchalischen Systems zurückgeholt.

Die Sorge um die Rechte, das Wohlergehen und die Sicherheit von Frauen ist überwältigend. Nichts dergleichen existierte in der früheren Verfassung, in der Frauen überhaupt nicht erwähnt wurden. Das Problem ist, dass jeder einzelne oben aufgeführte Punkt dazu dient, die Frauen wieder in das patriarchalische System zurückzuführen, aus dem sie während der Jahrzehnte zuvor allmählich ausgebrochen waren. Der Trick dabei ist natürlich der Halbsatz „gemäß islamischen Kriterien“. Quelle: Frauenrechte sind Menschenrechte, Tagesspiegel

Erschienen im Tagesspiegel vom 14.09.2008 von Mahnaz Afkhami, Gründerin und Präsidentin von Women’s Learning Partnership for Rights, Development and Peace.

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Die Bundeszentrale für politische Bildung ist eine beachtenswerte Quelle für Dossiers und sonstige Materialien. So liefert Peter Philipp für bpb einen interessanten Artikel über eine parasitäre Form des Islams, der die Demokratie als für seine Zwecke benutzt.

Das Wort des obersten Führers wiegt mehr als alles andere in der Islamischen Republik. Und Widerspruch gegen ihn kommt dem Tatbestand der Gotteslästerung nahe. Ein Zustand, der in krassem Widerspruch steht zu der Tatsache, dass regelmäßig Wahlen stattfinden – auf regionaler Ebene, für das nationale Parlament („Madschlis“) und für das Amt des Präsidenten. Dieses zunächst sehr demokratisch wirkende Verfahren wird eingeschränkt durch die Vollmachten, die über Parlament und Präsident angesiedelt sind und die nicht das Ergebnis freier Abstimmung sind. Außer der Position des „Obersten Führers“ ist das vor allem die des „Wächterrates“. Quelle: Islam an der Macht – Der Gottesstaat Iran

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