Es ist noch nicht so lange her, da empörte sich der Zentralrat der Juden in Deutschland darüber, dass das antisemitische Theaterstück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ von Rainer Werner Fassbinder in Mülheim an der Ruhr aufgeführt werden sollte. Anständige Mülheimer empörten sich hingegen weniger, schließlich war Ignaz Bubis längst in israelischer Erde, damit sein Grab nicht geschändet wird und auch andere jüdische Immobilien-Bosse sind aus der Lebenswirklichkeit der Deutschen scheinbar entschwunden.

Das Theater selbst konnte sogar positive Seiten des Stücks erkennen, so sah es in der Inszenierung den Versuch, den „bewussten und unbewussten Antisemitismus als Tatsache der bundesrepublikanischen Wirklichkeit festzustellen“. Freilich, kritisierte die jüdische Gemeinde, wäre aber gerade dies dem Regisseur Roberto Ciulli nicht gelungen. Wo kämen wir auch dahin, wenn empörte Juden einem deutschen Theater ihr Programm diktieren würden.

So kam es wie es kommen musste und das Stück wurde im „Theater an der Ruhr“ aufgeführt. In der Saison 2008/09 empfing das Haus 48655 Besucher. Jede Karte wurde dabei vom Steuerzahler mit 50 Euro aus Steuermitteln subventioniert. Für etwas antisemitischen Theaterkult sicherlich nicht viel. Die Pro-Kopf-Verschuldung in Mülheim an der Ruhr liegt bei 5175 Euro, insgesamt bei rund 873 Millionen.

20.09.2009

09:00 Uhr; Phoenix
Ein Jude, der Deutschland liebte

Das Tagebuch des Willy Cohn
“Es ist trotz all dem sehr schwer, sich die Liebe zu Deutschland ganz aus dem Herzen zu reißen”, schreibt Willy Cohn im Februar 1933. Der Historiker ahnt, was auf die Juden zukommt – und kann sich dennoch nicht von dem Land trennen, “dessen Sprache wir reden und dessen gute Tage wir auch miterlebt haben!”
Die Veröffentlichung der Tagebücher von Willy Cohn unter dem Titel “Kein Recht, nirgends” war 2006 eine zeitgeschichtliche Sensation. 1200 Seiten über das Leben seiner Familie, über die jüdische Gemeinde in Breslau und über die zunehmende Marter der Juden, die seit der Machtübernahme der Nationalsozialisten “in einer Mausefalle” saßen: Vom Januar 1933 bis zum 17. November 1941 beschreibt Willy Cohn die Qual eines Patrioten, der sein Vaterland liebte, und eines gläubigen Juden, der sich ein neues Leben nur in “Erez Israel” vorstellen konnte. Als der Entschluss auszuwandern fiel, war es zu spät. Im November 1941 wurden Cohn, seine Frau und seine beiden kleinen Töchter verschleppt, deportiert und erschossen. Sie gehören zu den ersten Opfern der systematischen Mordaktionen der Nazis. Seine drei ältesten Kinder Louis “Wölfl”, Ernst und Ruth hatte Willy Cohn noch rechtzeitig nach Frankreich und Palästina geschickt. So überlebten sie.
Die Journalistin Petra Lidschreiber hat die drei filmisch begleitet: Louis Wölfl Cohn besucht seine Heimatstadt Breslau zum ersten Mal, seit er 1933 als 18-Jähriger geflohen war. Das alte Wohnhaus ist noch erhalten, auch das “Johannesgymnasium”, in dem er Abitur machte und der Vater unterrichtete und schließlich das Familiengrab.
Ein filmischer Dialog zwischen den Kindern und ihrem ermordeten Vater entsteht: Warum kehrte Willy Cohn wieder zurück, als er 1937 mit seiner Frau den Sohn Ernst in Palästina besuchte? Warum zögerte er, die deutsche Heimat zu verlassen? Tochter Ruths Stimme versagt, als sie sich erinnert: “Es hätte so nicht enden müssen …!” Das Tagebuch endet wenige Tage vor Willy Cohns Ermordung. “Doch habe ich den eisernen Wunsch, im Interesse der Familie keinesfalls schlappzumachen”, schreibt er Mitte November 1941. Drei Jahr zuvor hatte er notiert: “Meine Hoffnung ist, dass meine Kinder meinen Namen in meinem Sinne fortsetzen werden …” Am Ende des Films versammelt sich eine Vier-Generationen-Familie zu einem Gruppenfoto. Sie haben Willy Cohns Wunsch aus dem November 1938 wahr gemacht.

Изра́иль, официально Государство Израиль (ивр. מדינת ישראל‎, араб. دولة اسرائيل‎‎) — государство на юго-западе Азии, у восточного побережья Средиземного моря. На севере граничит с Ливаном, на северо-востоке — с Сирией, на востоке — с Иорданией, на юго-западе — с Египтом.

Было провозглашено 14 мая 1948 года на основании резолюции Генеральной Ассамблеи ООН (ГА ООН) № 181, принятой 29 ноября 1947 года (см.: План ООН раздела Палестины). Согласно Декларации Независимости, Израиль является еврейским государством.

В то же время Израиль является многонациональным и демократическим государством, где, наряду с евреями, равные права имеют и все прочие религиозные и этнические группы: арабы-мусульмане, арабы-христиане, друзы, бедуины, самаритяне и др. В частности, арабские партии и депутаты представлены в Кнессете.

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Nach „Defiance“ wird das Thema jüdischer Widerstand nun in einem noch actiongeladeneren Film vom Kultregisseur Quantin Tarantino thematisiert.

Inglourious Basterds spielt während des Zweiten Weltkrieges und erzählt die Geschichte einer Gruppe in Ungnade gefallener jüdischer US-Soldaten. Um der Exekution zu entgehen, werden sie in das besetzte Frankreich auf ein Himmelfahrtskommando gegen die Nazis geschickt. Ihre Aufgabe ist es, so viele Besatzer wie möglich zu töten. Parallel dazu sinnt die Jüdin Shosanna nach Rache für ihre Familie, die ermordet wurde. Sie leitet ein Kino, indem eine große Filmvorführung für Goebbels und Hitler stattfinden soll. Hier planen Shosanna wie auch die Basterds den entscheidenden Schlag gegen den Nationalsozialismus.