In einigen Wochen erscheint im dtv Verlag die deutsche Erstausgabe „Undermensch“ von Anatol Chari mit Timothy Braatz.

„Undermensch“ ist der Zeitzeugenbericht eines der wenigen Überlebenden aus dem Ghetto von Lodz: Chari war ein Mitglied des dortigen Sonderkommandos, der jüdischen Polizeitruppe. Der Vorsitzende des Judenrats, ein Freund seines bereits deportierten Vaters, hielt seine Hand schützend über ihm. Diese Umstände sicherten ihm eine ausreichende Ernährung, warme Kleidung, eine eigene Wohnung und legten so die Grundlagen für sein Überleben nach der Deportation in die KZs Auschwitz, Groß-Rosen und zuletzt Bergen-Belsen. Er hatte sehr viel Glück, denn immer wieder gab es Wendungen, die ihm das Leben retteten, oftmals aber auch zu Ungunsten von anderen. Anatol Chari hat sich Zeit seines Lebens damit auseinandergesetzt, warum ausgerechnet er überlebte und andere nicht.

Schonungslos offen und nicht ohne Ironie schildert Anatol Chari sein Überleben durch Glück und Privilegien.

Wer ist Maxim Biller? Ein Einblick:

Maxim Biller wurde als Kind russisch-jüdischer Eltern in Prag geboren und emigrierte mit seinen Eltern und seiner Schwester, der späteren Journalistin und Schriftstellerin Elena Lappin, als Zehnjähriger 1970 nach West-Deutschland. Er studierte in Hamburg und München Literatur. Nach einem Studium an der Deutschen Journalistenschule in München begann er für Tempo, Spiegel und Zeit zu schreiben. Sein erster Erzählband Wenn ich einmal reich und tot bin (1990) wurde in der Süddeutschen Zeitung als „die Wiederkehr der jüdischen Literatur nach Deutschland“ bezeichnet. Seine Romane und Erzählungen wurden in mehrere Sprachen übersetzt, unter anderem der Roman Die Tochter, der in Frankreich 2003 in der renommierten Reihe „folio“ beim Verlag Gallimard erschienen ist. 2007 wurden zwei seiner Short Storys im New Yorker abgedruckt.

Biller lebt in Berlin. Für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schreibt er die satirische Kolumne „Moralische Geschichten“. Eine der Hauptfiguren, Dudek Kohn, ist ein erfolgloser jüdischer Schriftsteller, dessen siebenjährige Tochter Rosa immer die besseren Ideen hat als er.

Bücher von Maxim Biller gibt es im Jüdischen Onlineshop „Schlomo“, Versand sicher durch Amazon.

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Biller wurde als Kind russisch-jüdischer Eltern in Prag geboren und emigrierte mit seinen Eltern und seiner Schwester, der späteren Journalistin und Schriftstellerin Elena Lappin, als Zehnjähriger 1970 nach West-Deutschland. Er studierte in Hamburg und München Literatur. Nach einem Studium an der Deutschen Journalistenschule in München begann er für Tempo, Spiegel und Zeit zu schreiben. Sein erster Erzählband Wenn ich einmal reich und tot bin (1990) wurde in der Süddeutschen Zeitung als „die Wiederkehr der jüdischen Literatur nach Deutschland“ bezeichnet. Seine Romane und Erzählungen wurden in mehrere Sprachen übersetzt, unter anderem der Roman Die Tochter, der in Frankreich 2003 in der renommierten Reihe „folio“ beim Verlag Gallimard erschienen ist. 2007 wurden zwei seiner Short Storys im New Yorker abgedruckt.

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Israels Existenzkampf - Eine moralische Verteidigung seiner KriegeIst es, möglich den Konflikt zwischen Israel und den arabischen Staaten in einem Buch zusammenzufassen und begreifbar zu machen? Die Antwort muss „nein“ lauten, Yaacov Lozowick versucht in seinem Buch „Israels Existenzkampf“ zumindest eine „moralische Verteidigung“ der israelischen Kriege zu geben.

Auf rund 325 Seiten schafft es der Historiker tatsächlich, mit einer persönlich Note und überzeugenden Ehrlichkeit, einen Einblick in die vielfältige israelische Wirklichkeit zu geben. Erklärt geschickt Zusammenhänge, skizziert die politische Wirklichkeit, zeichnet Reaktion und Gegenreaktion nach und gibt Erklärungen für einzelne Phasen des Konflikts. Der Leser unternimmt eine Reise durch eine wechselvolle Geschichte und lernt dabei, leicht verständliche, realitätsnahe Fakten kennen.

Das vielleicht wichtigste Verdienst des Buches bleibt dabei das Aufzeigen einer jüdischen Ethik innerhalb des Konflikts, dabei wird nicht unterschlagen, wenn gegen diese verstoßen wurde.

Trotz erlebter Enttäuschungen und Rückschlägen wirkt der Autor niemals verbissen, nie zu fordernd, bleibt sachlich, büßt aber nicht an Authentizität ein. Damit eignet sich das Buch für einen Einstieg in die Thematik und regt zu weiteren Recherchen und Überlegungen an. Auch als Ergänzung zu tiefgehender wissenschaftlicher Literatur ist das Buch geeignet.

Die Bundeszentrale für politische Bildung führt das Werk in ihrer Schriftenreihe, es kann sowohl über den regulären Handel, als auch dort bezogen werden. Der Preis liegt bei 4,00 €. Ein ideales Geschenk.

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