Ausschnit aus der Sendung »Das Literarische Quartett«: Der Literaturkritiker Marcel Reich-Reinicki über Maxim Billers „Die Tocher“: „Ich kann eine Sache nicht begreifen, ich bitte um Entschuldigung, wir sind hier ja alles mündige Menschen, da kann man offen reden. In diesem Roman gibt es Passagen, da heißt es:‘ Ich ficke, du fickst, er fickt, wir alle ficken, wir müssen ficken, warum fickt er nicht mit dir – wenn er doch einmal vögeln schreiben würde!'“
Read More →

Maxim Biller: Der gebrauchte Jude - Ein Selbstportait Maxim Biller hat ein Buch geschrieben, in der Hauptrolle Maxim Biller. Es geht um Juden, es geht um Sex, es geht um Frankfurter Immobilienspekulanten, alte und weniger alte Freunde, Juden und Juden die gern keine Juden wären.

Charmant und stets bissig erzählt Biller die Geschichte seines Lebens, die Geschichte eines Jungen, der nichts anderes wollte, als einen Roman zu schreiben. Stattdessen rezensiert er russische Wälzer und hört sich dumme Sprüche von „Deutschen“ an, denn jemand wie er war in Deutschland – so ist sich Biller sicher – nicht vorgesehen. Die meisten Juden waren entweder tot, ausgewandert oder standen in den Lexika. Die wenigen die da waren, schienen unsichtbar zu sein.

Selbst vor Reich-Ranicki macht Biller sodann nicht halt, ihn will er für eine Zeitschrift um Mode, Sex und Pop interviewen. Diskutierte mit ihm Jahre später über Literatur, das Judesein und Wagner. Nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, schwenkt von Ranicki zu Broder, Heine, Malamud und kommt dabei sich selbst auf die Spur.

Ein ausgezeichnet fieses, zynisches und tragischkomisches Selbstportait. Read More →