Um für ihren Glauben zu werben gründen messianische Juden immer mehr Gruppen im StudiVZ. Neben der Gruppe „Messianische Juden„, die von Pavel Krasnikov geleitet wird, entstand vor einigen Monaten auch die Gruppe der „Wahren Messianischen Juden“. Letztere wird meist nicht von Juden, sondern von Russlanddeutschen besucht und wurde auch von diesen gegründet. Dahinter verbergen sich Mitglieder der „Jeschua Ha Maschiach Gemeinde zu Hannover“.

Während das Gruppenleben bei den „Wahren Messianischen Juden“, durch etwas reden zum Stillstand gebracht werde konnte, wird der Ton bei den weniger „wahren“ immer härter. Über veraltete Klischees die besagen, dass Jesus von den Juden umgebracht worden ist und Härteres ist alles vertreten. Johanna Meister (Hochschule Darmstadt) behauptet sogar, die Juden wären ein „Greul“ für Gott gewesen.

Damit schlägt sie ins gleiche Horn, wie der Gruppengründer Pavel Krasnikov. Der Gründer erklärt, dass er wegen seiner Abstammung in seiner jüdischen Gemeinde nicht von allen gern gesehen wird, der junge Mann hat nämlich nur einen jüdischen Vater und ist somit halachisch kein Jude. Für ihn stellt dies kein Problem dar, denn seiner Ansicht nach ist nämlich nur der Jude, der an Jesus glaubt. Andere Juden können in den Augen Gottes keine Vergebung erlangen und landen unweigerlich in der Hölle, sollten sie Jesus nicht als ihren Erlöser annehmen. Der dreieinige Gott, der als Jesus auf die Erde gekommen ist, wird schon bald wieder zurück kommen und die Seinigen erhöhen, glaubt er. In der Gruppenbeschreibung stellt er fest „[Das ewige Leben] erhalten wir allein aus Glauben und nicht weil wir etwas Gutes getan haben“. Ein Gedanke, der ihm sicherlich aus seiner „Bibel Baptisten Gemeinde Nürnberg“ bekannt ist.

Wer die Psyche der Judenmission und das Selbstverständnis der Missionare verstehen will, der sollte unbedingt einen Blick in die Gruppe werfen und sich auf einen Schmelztiegel von Obskuritäten einstellen.

Eine Seite zu beitreiben, die mit einigen Mythen aufräumt kann ein langwieriges Unterfangen sein. Leserbriefe, seien sie nun positiv oder negativ, motivieren einen weiter zu machen und nicht aufzugeben. Heute erhielt ich folgenden Leserbrief von einer Jeschua-Gläubigen Frau:

[…] beim Versuch mich übers Judentum zu informieren stieß ich auch auf Ihre Seite und u.a. die Rubrik mit der Rückweisung der christlichen Beweistexte. Eine Überprüfung dieser Texte hat mich geschockt, denn ich bin Christin und Sie scheinen Recht zu haben mit diesen Texten. Ich will also weiter prüfen und möchte Sie fragen, was Sie denn gewöhnlich als Antwort erhalten, wenn Sie diese Stellen anführen. Ich frage mich natürlich auch, warum ich das vorher nie bemerkt habe, aber wahrscheinlich habe ich zu flüchtig über die Frage Stammbaum hinweggelesen.

Ich schrieb ihr sofort zurück und beantwortete ihre Fragen. Allein, dass sie begonnen hat ihren Glauben zu hinterfragen, ist schon Lohn genug. Einige Texe über Jesus und das Christentum aus jüdischer Sicht, gibt es wie immer auf maschiach.de: Der Messias des Judentums, Die Antwort auf den dringenden Bedarf, Die Besessenheit Juden zu bekehren, „Hebräische Christen“, Rückweisung von christlichen „Beweistexten“, Praktische Lösungen zum Kult und Missionsproblem, Judenmission in Israel

Adrian Michael ist Rabbinerstudent am Potsdamer Abraham Geiger Kolleg. Er ist derzeit in seinem zweiten Ausbildungsjahr. Die Ausbildung beinhaltet neben den praktischen Aspekten des Berufes (u.a. Seelsorge, Liturgie, Quellenstudien, Chasanut) ein akademisches Studium an der Universität Potsdam. Hier studiert er zurzeit Jüdische Studien und Religionswissenschaften.

Adrian geht sehr offen mit seinem Judentum um, er ist, wie auch die anderen Studentinnen und Studenten des Geiger Kollegs jederzeit ansprechbar für Fragen zum Judentum und aktiver Partner im jüdisch-christlichen Dialog. Aber es gibt für ihn auch Grenzen im aufeinander Zugehen, vor allem dann, wenn seine eigene Identität als Jude in Frage gestellt, oder abgewertet werden soll. Von einem solchen Fall berichtete er kürzlich in seinem Webblog (http://adi5767.wordpress.com). Er zeigt erneut, wie ignorant Messianisten bei ihren Missionsversuchen vorgehen:

Nun erlebt man ja schon mal das eine oder andere, wenn man als erkennbarer Jude auf Deutschlands Straßen unterwegs ist und klar ist auch, das einem ab und an mal der Puls fast davon rennt, aber doch kommt es immer mal wieder vor, dass einem eine Begegnung den Atem verschlägt und man sich fragt, ob man noch im richtigen film ist.

So bringt mein Campus-Leben in der Uni-Potsdam die einen oder anderen fragenden blicke mit sich, mehr oder weniger dumme oder kluge fragen zum Judentum, Diskussionen um Kippa in der Öffentlichkeit oder nicht und auch mal “schräge” sonstige Ereignisse, aber Höhepunkt meines letzten Semesters in diesem sinne war der versuch zweier älterer Herren mich davon zu überzeugen, das ich nur unzureichend an G’tt glauben würde, wenn ich nicht an Jesus glauben würde.

Aufgefallen sind mir die beiden schon eher, aber bisher haben sie mich nicht weiter interessiert, weil ich mir dachte, dass hier halt zwei als Gaststudenten studieren, die einen starken christlichen glauben haben, aber trotzdem etwas über ihre “jüdischen wurzeln” in ihrem glauben erfahren wollten. in diesem Semester aber legten sie sich richtig ins zeug. im Grunde erhielt jeder, der erkennbar, oder weniger erkennbar jüdisch ist ihre Schriften in die Hand gedrückt und wurde von ihnen ins Gespräch verwickelt. für meinen russischsprachigen Kommilitonen holten sie sich russischsprachige Unterstützung, für unseren amerikanischen Gastprofessor gab es Broschüren auf englisch und Diskussionen in der Vorlesung (”wie können Juden G’ttes Wort ablehnen und behaupten, dass die Tora nicht im Himmel ist”) und für mich eben die Attacke zwischen Tür und Angel von eben jenen beiden, gleich von zwei Seiten aus – ich saß sozusagen in der Missionsfalle.

Meine Ablehnung ihrer Schriften wurde mit Unverständnis aufgenommen, ich würde schließlich die Chance, meinen Horizont zu erweitern, ablehnen. meine zunächst freundliche Erwiderung, ich würde ihren glauben als einen weg respektieren, so mögen sie doch bitte meinen glauben respektieren, wurde von ihnen wiederum lächelnd ignoriert, so dass mir nichts anderes übrig blieb, als eher unfreundlich, mich zwischen beiden durchquetschend die flucht anzutreten. übrig blieb ein genervtes Gefühl.

Grundsätzlich bin ich jemand, der offen und positiv mit seinem glauben umgeht, in der Regel verstecke ich mein Jüdischsein nicht. wenn man mich fragt, gebe ich bereitwillig Auskunft. aber eines ist mir völlig fremd, ich versuche nicht andere von meinem glauben zu überzeugen, erst recht nicht, wenn sie erkennbar einen eigen glauben haben, in dem sie sich sichtbar zuhause fühlen. und genau das ist der punkt, den diese beiden Herren überschritten haben. ich habe sie nicht gefragt, also sollen sie ihre frohe Botschaft bitte für sich behalten. die Universität ist nicht ihre Kirche, in der sie mich anquatschen dürfen.

Mein erleben ist im vergleich zu anderen Geschichten sicher noch harmlos und bedarf keiner weiteren Aufregung, jedoch verweise ich auf Schilderungen die deutlich machen, dass Judenmission bei genauer Beobachtung keine harmlose Geschichte ist. nachzulesen auf auf der Website http://www.solutix.de/

Так называемый „пастор“ тоталитарной секты, называющей себя „мессианской общиной Бейт Хесед“ предпринял очередную попытку использовать правоохранительные органы Германии как инструмент запугивания и репрессий против критиков „мессианского движения“.

Платный сотрудник христианской миссии БейтСарШалом (г Берлин) Кирилл Свидерский подал иск в полицию, обвинив автора LJ Antimissionary в „дискредитации“.

Во время состоявшегося 28.06.2007 в Polizeidienststlelle Solingen допроса Михаил Гольдштейн с удовольствием ответил на вопросы полицейского, который, по личному впечатлению „обвиняемого“, напоминал „… дьяка из Судейского Приказа„, вынужденного не по своей воле рассматривать „мокрую челобитную“ (с) Владимир Сорокин. „День Опричника“

Представителю правоохранительных органов г. Золинген было дано понять, что в данном случае речь идет исключительно об искуственно навязываемом „конфликте“ двух религиозных мировоззрений, в котором полиции отведена роль инструмента запугивания с тем, чтобы заставить критиков произвола Свидерского замолчать. Кроме того, следователь был поставлен в известность о том, что Свидерский является лидером “ русскоязычного параллельного сообщества“, в котором он настолько привык вести себя как „маленький Сталин“, что уже не замечает грани между угрозами ставшим неугодным членам общины и прихожанам (семья Киссельгоф) и попытками вмешательства в их личную жизнь (Виктория Коган, Татьяна Песина и т.д.)

О происшедшем по вине Свидерского „инциденте“ были сразу же поставлены в известность Президент Антимиссионерской Лиги Маген А. Лакшин (г. Москва) и раввин Rohr Chabad Lubavitch Zentrum Хайм Баркан. (г. Дюссельдорф)

По мнению Александра Лакшина, Кирилл Свидерский „попал“. Положение Свидерского усугубляется еще и тем, что Михаил Гольдштейн долгое время посещал общину. Поэтому подача подобного иска равносильна, по словам Президента Лиги Маген, „мести и сведению счетов“

Посланник Любавического Ребе в Дюссельдорфе, раввин Хайм Баркан, считает подачу иска Свидерским свидетельством того, что миссионеры „боятся“. Лига Маген (г. Москва) и Хабад Любавич – Дюссельдорф выразили свою поддержку критикам т.н. „мессианского движения“

В данный момент ведутся активные консультации о мерах по ограничению деятельности структур БейтСарШалом на территории Германии. В частности, в ближайшее время планируется серия семинаров Лиги Маген в Германии и серия статей в русскоязычной прессе страны. Также рассматривается возможность подачи встречного иска против миссионеров.

LJ Antimissionary
Собственная информация

Die verschiedenen christlichen Kirchen, die alle von sich behaupten, die Wahrheit zu besitzen, unterscheiden sich häufig in ihrem Verständnis von der Natur Jesu. Was sagt das sogenannte Neue Testament über ihn?

1. Glaubt mir, daß ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt um der Werke selbst willen! Jh 14,11

Hier ist Jesus eine von zwei gleichrangigen Personen, die zusammen eine „zwei in eins“ Gottheit darstellen, zu der das orthodoxe Christentum noch den hl. Geist als dritte Person in der Dreieinigkeit hinzufügt. Vater und Sohn sind einer im anderen und dennoch zwei separate Personen. Ein wahrhaft großes Geheimnis!

2. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig; Kol 2,9

Das bedeutet in klar ausgedrückt, dass der eine Schöpfer des Himmels und der Erde als Mensch kam, um unter Menschen zu wandeln. Keine Dreieinigkeit, keine Zweieinigkeit! Ein Gott im Fleisch! Jesus.

3. Habt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus „war“, der in Gestalt Gottes war und es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. Phil 2,5-6

Hier heißt es: Jesus war nicht Gott, sondern ihm gleich. Zwei Gottheiten, gleich und in ähnlicher Gestalt, Gott und Jesus.

4. Ihr habt gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und ich komme zu euch. Wenn ihr mich liebtet, so würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe, denn der Vater ist größer als ich. Jh 14,28

Hier wiederum erfahren wir, dass Gott und Jesus nicht gleich sind, der Vater ist größer als er.

5. Dies aber ist das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Jh 17,3.

Jetzt heißt es, dass der Vater der einzig wahre Gott ist und Jesus nur sein Gesandter war.

6. Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen.“ Lk 4,8

Hier spricht Jesus zu Satan, als dieser ihm Macht über die Reiche dieser Welt anbietet und sagt, dass er, Jesus, niemand anderen anbeten kann als JHWH, wie das Gesetz es befiehlt.

7. Um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme auf und sagte: Eli, Eli, lemá sabachtháni? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Mt 27,46

Hier sehen wir Jesus in seiner Qual am römischen Kreuz, verlassen von Gott. Eine interessante Parallele dazu finden wir in Hes 28,1-10

6 darum, so spricht der Herr, HERR: Weil du dein Herz erhebst, als wäre es Gottes Herz,

7 darum, siehe, ich bringe Fremde über dich, die gewalttätigsten Nationen, die werden ihre Schwerter ziehen gegen die Schönheit deiner Weisheit und werden deinen Glanz entweihen.

8 In die Grube werden sie dich hinabfahren lassen, und du wirst den Tod eines Erschlagenen sterben im Herzen der Meere.

9 Wirst du dann angesichts deiner Mörder auch noch sagen: „Gott bin ich!“, während du „doch nur“ ein Mensch bist und nicht Gott, in der Hand derer, die dich durchbohren?

10 Den Tod von Unbeschnittenen wirst du sterben durch die Hand der Fremden; denn ich habe geredet, spricht der Herr, HERR.

Verwirrung, schlimme Verwirrung! Die Autoren des NT, die zu unterschiedlichen Zeiten für verschiedene Gruppierungen mit unterschiedlichen Hintergründen schrieben, stellten Jesus dar als einen menschgewordenen Gott für die heidnischen Völker (s. griechische Mytologie), als einen davidischen Messias für die Juden, als einen sterbenden und auferweckten Gottmenschen für die Anhänger der gnostischen Mysterienkulte.

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