Für das Regime des Iran genießen Frauen einen ganz besonderen Schutz, verschleiert in der Verfassung werden der Frau alle Menschenrechte gewehrt, doch dies allein nach islamischen Maßstäben. So werden Frauen schnell auf den Boden des patriarchalischen Systems zurückgeholt.

Die Sorge um die Rechte, das Wohlergehen und die Sicherheit von Frauen ist überwältigend. Nichts dergleichen existierte in der früheren Verfassung, in der Frauen überhaupt nicht erwähnt wurden. Das Problem ist, dass jeder einzelne oben aufgeführte Punkt dazu dient, die Frauen wieder in das patriarchalische System zurückzuführen, aus dem sie während der Jahrzehnte zuvor allmählich ausgebrochen waren. Der Trick dabei ist natürlich der Halbsatz „gemäß islamischen Kriterien“. Quelle: Frauenrechte sind Menschenrechte, Tagesspiegel

Erschienen im Tagesspiegel vom 14.09.2008 von Mahnaz Afkhami, Gründerin und Präsidentin von Women’s Learning Partnership for Rights, Development and Peace.

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Die Bundeszentrale für politische Bildung ist eine beachtenswerte Quelle für Dossiers und sonstige Materialien. So liefert Peter Philipp für bpb einen interessanten Artikel über eine parasitäre Form des Islams, der die Demokratie als für seine Zwecke benutzt.

Das Wort des obersten Führers wiegt mehr als alles andere in der Islamischen Republik. Und Widerspruch gegen ihn kommt dem Tatbestand der Gotteslästerung nahe. Ein Zustand, der in krassem Widerspruch steht zu der Tatsache, dass regelmäßig Wahlen stattfinden – auf regionaler Ebene, für das nationale Parlament („Madschlis“) und für das Amt des Präsidenten. Dieses zunächst sehr demokratisch wirkende Verfahren wird eingeschränkt durch die Vollmachten, die über Parlament und Präsident angesiedelt sind und die nicht das Ergebnis freier Abstimmung sind. Außer der Position des „Obersten Führers“ ist das vor allem die des „Wächterrates“. Quelle: Islam an der Macht – Der Gottesstaat Iran

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