Der Rechtsstaat hat dann verloren, wenn Mord und Gewalt in der Mitte der Gesellschaft angelangt sind. Doch wer transportiert die Saat des Hasses?

Junge Musik will provozieren und kaum eine andere Musikrichtung bricht so stark mit Tabus wie Hip-Hop. So bezeichnen sich deutsche Rapper in ihren Songs oft als „Taliban“ oder schmücken sich mit Palitüchern, so genannten Kufiyas. Der britische Hip-Hopper Everlast tourt derzeit durch Deutschland und blickt hinter einem Palituch verborgen, finster von Plakatwänden entgegen.

Seine Webseite – Martyr Inc. – hat er im arabischen Stiel gestalten lassen. Er selbst erscheint mittig, einem Terroristen gleich, aus den Lautsprechern tönt orientalisch angehauchte Musik. Sein Auftreten ist martialisch und knüpft an die Schreckensbilder aus dem nahen Osten an, wo Terroristen eine ständige Bedrohung sind. Bilder von Mohammed Ali – einem Anhänger der Muslimbruderschaft – runden den Gesamteindruck ab.

Dabei kam das Palituch als Modestreich nach Europa. Der Schauspieler Johnny Depp nutzte es als modisches Accessoire und wurde prompt von Everlast, Gwen Stefani, Sienna Miller und anderen imitiert. Aber auch einige politisch motivierte Designer nutzen das Tuch, welches bei den Linken aus Solidarität mit dem bewaffneten palästinensischen Widerstand und von den Rechten als Symbol des Kampfes gegen Juden gesehen wird, gezielt als Statement. So wollen Sie auf ein scheinbares Unrecht aufmerksam machen und verkennen, dass das Tuch selbst ursprünglich ein Symbol der Unterdrückung gewesen ist.

Bereits 1936 begann der als Mufti von Jerusalem bekannte Amin el-Husseini, das Kufiya bei der Bevölkerung Palästinas gewaltsam durchzusetzen. Gefoltert und getötet wurden diejenigen, die sich dem von seinen Brigaden erzeugten Zwang nicht beugen wollten und weiterhin europäische Hüte trugen oder einen als westlich erscheinenden Kleidungsstil pflegten. Der Mufti war ein enger Verbündeter der Muslimbruderschaft, die bis heute den ideologischen als auch den organisatorischen Kern der islamistischen Bewegung bildet, die Gruppen wie al Qaida oder eben Hamas umfasst. Während seiner Regentschaft traf sich el Husseini u.a. mit Adolf Hitler, um den Holocaust auch auf den nahen Osten auszuweiten. Mit Parolen wie „Nieder mit den Juden“ und „Juden raus aus Ägypten und Palästina“ wurde damals das bis heute nicht veränderte Ziel in Worte gefasst und in Angriff genommen, diese Länder von jüdischen Menschen zu säubern. In Bosnien traf der Mufti in seiner Funktion als SS-Mitglied auf die von Nationalsozialisten aufgestellte albanische SS-Division „Skanderbeg“ und „Handschar“.

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Eine kritische Stimme für den Krieg gegen den Terror, fand ich kürzlich bei SPIEGEL Online:

„Der pazifistische Impuls, den der jüngste israelische Abwehrkrieg in Deutschland und Europa mobilisierte, ist unüberlegt oder verlogen, in jedem Fall aber kontraproduktiv, provoziert er doch in seiner Konsequenz lediglich die noch schlimmere Schlacht. Die Schlussfolgerung aus Hitlers Vernichtungskrieg – „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ – wurde einst gezogen, damit ein antisemitischer Krieg nie wieder möglich wird. Was heute davon übrig geblieben ist – „Nie wieder Krieg gegen Faschismus!“ – stellt die historische Erfahrung auf den Kopf.

Israel darf im Krieg gegen die Hisbollah nicht zum Einlenken gezwungen werden, sondern muss ihn gewinnen. So wie die Hisbollah ihren Krieg stellvertretend für Iran führt, so bekämpft Israel den genozidalen Islamismus stellvertretend für die westliche Welt. Dass diese westliche Welt diesem Land nicht in den Rücken fallen darf, ist wohl das Mindeste, was erwartet werden darf.“


Warum Israel richtig reagiert