Am kommenden Freitag strahl der Sender 3Sat den israelischen Film „Sieben Minuten im Himmel“ aus. Er erzählt vom Schicksal einer jungen Frau, die bei einem Selbstmordattentat in einem Jerusalemer Bus schwer verletzt wird. Das Spielfilmdebüt des israelischen Regisseurs Omri Givon wurde im Jahr 2008 beim Internationalen Filmfestival in Haifa uraufgeführt und ausgezeichnet.

Der Film beginnt um 22:25 Uhr.

Hetze gegen Juden ist nicht ungewöhnlich, Hetze gegen Israel auch nicht. Nur der Umgang der Medien mit dem Thema stört ein wenig. Die Ägypter lassen „jüdische Rabbis“ blutige Matzen herstellen und die Türken palästinensische Babys töten. Eine neue Fernsehserie, des Senders TRT-1 mischt bei der Hetz-Kampagne kräftig mit.

„Minister Avigdor Lieberman erklärte am Mittwoch, bei dem Programm handele es sich um Hetze auf „der schlimmsten Stufe“. Die Serie stifte zum „Hass gegen Israel“ an. Das israelische Fernsehen zeigte Das israelische Fernsehen zeigte am Mittwochabend Auszüge der Serie „Ayrilik“ (Trennung), die in dieser Woche in der Türkei gezeigt wurde. Der Untertitel lautet „Palästina in Liebe und Krieg“. Es war zum Beispiel eine Szene zu sehen, in der ein als israelischer Soldat verkleideter Schauspieler ein lächelndes junges Mädchen erschießt. Der israelische Soldatensender berichtete, die Sendung über eine palästinensische Familie sei am Dienstag auf dem türkischen Sender TRT-1 ausgestrahlt worden. Dabei sei auch gezeigt worden, wie israelische Soldaten ein neugeborenes Kind getötet hätten. Eine andere Szene zeigt in Zeitlupe die Kugel eines Soldaten, die mit voller Wucht einen kleinen Palästinenser trifft.“ Quelle

Die Überschrift des entsprechenden Spiegel Online Artikels ist verstörend. „Israel empört über türkische TV-Serie“ heißt es dort und wieder haben wir die deutsche, die europäische Luftperspektive eingenommen. Wenn gegen Juden gehetzt wird, dann sind die Israelis „empört“, ihre europäische Freunde aber nicht. Vielleicht hat man sich auch einfach nur an Demonstrationen gewöhnt, wo auf Transparenten Davidstern und Hakenkreuz gleichgesetzt werden, Ordner jüdischen Demonstranten den Hitlergruß zeigen, Polizisten israelische Flaggen abreißen, israelsolidarische Studenten zu Strafzahlungen verdonnert werden und „Juden ins Gas“ Rufe selbstverständlich sind.

Vielleicht hat man sich aber auch an die muslimische Propaganda gewöhnt, denn auch in Deutschland werden volksverhetzende Türkische Filme gezeigt. Etwa der Streifen „Tal der Wölfe“, wo ein jüdischer Doktor Mengele Organe nach Tel-Aviv verschickt, die eigens dafür umgebrachten Muslimen entnommen werden.

Verrückt, wenn man von der guten Zusammenarbeit muslimischer und jüdischer Vereine spricht, ohne von den muslimischen Partnern einzufordern, sie mögen sich von der Hasspropaganda ihrer Heimatsender distanzieren. Die Empörung auf deutscher Seite wird sich wohl weiterhin im Zaum halten.

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23:32 Uhr; ARD
Nazis wider Willen

Michaela Kirst widmet sich dem Schicksal deutschstämmiger US-Familien, die in amerikanischen Lagern interniert und zum Teil sogar nach Deutschland zurückgeführt wurden, wo sie ebenfalls mit tiefem Misstrauen beäugt und der Spionage verdächtigt wurden. Fünf exemplarische Lebensläufe hat die Filmemacherin herausgegriffen, in denen sich die Odyssee von Menschen widerspiegelt, die, ohne es zu wollen oder es verhindern zu können, zwischen alle Fronten gerieten.
Ein Film über ein dunkles Kapitel des Zweiten Weltkriegs, das bis heute von der amerikanischen Politik beharrlich totgeschwiegen wird: das Schicksal deutschstämmiger US-Familien in amerikanischen Lagern.
Nach dem Angriff auf Pearl Harbor und dem Kriegseintritt der USA wurden fleißige deutsche Immigranten über Nacht plötzlich zu potenziellen Nazis und zur „Gefahr für die nationale Sicherheit”. Bei Tausenden klopfte eines Tages das FBI an die Tür. Sie wurden verhaftet, verloren Hab und Gut und finden sich hinter Stacheldraht in einem Internierungslager wieder.
Für etwa 4000 dieser Deutsch-Amerikaner ist das Lager aber nur eine Zwischenstation. Sie werden gegen ihren Willen zum Einsatz im geheimen Handel der Kriegsmächte: Die US-Regierung tauscht sie gegen amerikanische Kriegsgefangene ein und schickt sie – mitten im Krieg – per Schiff nach Deutschland zurück.
Damit beginnt ihr Leidensweg erneut: Auch in Deutschland sind sie nicht willkommen. Man hält sie für amerikanische Spione und sperrt sie wieder ein. Familien zerbrechen. Selbst nach Kriegsende bleibt vielen von ihnen die Rückkehr in ihre Wahlheimat Amerika verwehrt.
Die ehemals Internierten, Deportierten und Repatriierten haben nach dem Krieg jahrzehntelang geschwiegen – aus Scham oder Angst. Erst jetzt bricht eine kleine Gruppe ihr Schweigen. Sie kämpft im US-Senat dafür, dass die amerikanische Regierung ihr Schicksal endlich offiziell anerkennt.
Karen Ebel, deren Vater Max, eines der fünf Opfer, kurz vor den Dreharbeiten zu „Nazis wider Willen” starb, hatte 2005 das Aktionsbündnis „German American Internee Coalition” ins Leben gerufen, das um die Rehabilitierung der Internierten und Abgeschobenen kämpft. Mit im Boot sitzt u. a. der renommierte jüdische Senator Russ Feingold (Wisconsin), der schon im Sommer 2004 im Kapitol über „dieses tragische Kapitel in der Geschichte unserer Nation” referierte und einen entsprechenden Gesetzentwurf vorschlug. Siebzehn Kongressmitglieder, darunter auch der frühere Präsidentschaftsbewerber Joe Liebermann, unterstützen dieses Vorhaben. Auch Menschenrechtler der „American Civil Liberties Union” fordern die Einsetzung einer Untersuchungskommission. Und „Ehemalige” wie Eb Fuhr erheben ihre Stimme immer lauter.

Mittwoch 08.04.2009 ARD 23.30 Die hebräische Stadt

100 Jahre Tel Aviv
Von Richard Chaim Schneider

Fr 10.04.2009 3sat 18.30 Happy Birthday Tel Aviv

Liebeserklärung an eine hundertjährige Stadt
Von Gerd Helbig

Di 28.04.2009 WDR 22.00

Wir leben trotzdem. Gaza zwischen Bomben und Fundamentalisten
„Weltweit“-Reportage

Do 30.04.2009 Arte 22.30

Amos Oz
Die Natur der Träume
Doku zum 70. Geburtstag des Schriftstellers
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