Nach zwei Wochen Krieg in Gaza entdeckt auch endlich Spiegel Online, dass die Hamas Bilder und Videos aus dem Gazastreifen zensiert und Journalisten teils bedroht. Kurz nach Kriegsbegin hat sich die Redaktion nur über die israelische Weigerung aufgeregt Journalisten in das umkämpfte Gebiet zu lassen.

Dabei wird den Qualitätsjournalisten langsam klar, dass ihre bloße Anwesenheit noch kein Garant für saubere Berichtserstattung ist.

„Lokale Journalisten berichteten in den vergangenen Tagen hinter vorgehaltener Hand, Hamas-Aufseher würden sie anhalten, keine Kämpfer zu zeigen. Die Aufpasser seien teilweise sogar vor den Journalisten vor Ort und gäben Anweisungen, was zu filmen sei. Teilweise seien die Hamas-Männer sogar handgreiflich geworden, um die Fernsehteams am Drehen zu hindern, sagte der ZDF-Kameramann seinem Sender.

Die Hamas-Zensur scheint weit zu reichen, das ergeben Anrufe bei einigen Journalisten in Gaza. Die Angst, die sie haben, über das Thema zu sprechen, lässt auf großen Druck seitens der Islamisten schließen. Gefragt, ob er sich zu diesem Thema mal umhören könnte, verneint ein Journalist rundweg. Solche Fragen zu stellen, sei gefährlich, wenn die Hamas erfahre, dass er in Sachen Zensur recherchiere, gerate er in Schwierigkeiten.“ Ulrike Putz, Spiegel Online

„Der deutsche Jude ist wegen des ihn von allen Seiten umgebenden Judenhasses stets geneigt, alles Jüdische von sich abzustreifen und seine Rasse zu verleugnen. Keine Reform des jüdischen Kultus ist dem gebildeten deutschen Juden radikal genug. Selbst die Taufe erlöst ihn nicht von dem Alpdruck des deutschen Judenhasses. Die Deutschen hassen weniger die Religion der Juden, als ihre Rasse, weniger ihren eigentümlichen Glauben, als ihre eigentümlichen Nasen. – Weder Reform, noch Taufe, weder Bildung noch Emanzipation erschließt dem deutschen Juden vollständig die Pforten des sozialen Lebens. Sie suchen daher ihre Abstammung zu verleugnen … Aber so wenig die ‚radikale‘ Reform, so richtig genannt, weil sie die Axt an die Wurzel des Judentums, an seinen nationalen Geschichtskultus legte, so wenig, sage ich, diese Reform ihren Zweck erreichte, so wenig auch erreicht das Streben der Juden nach Verleugnung ihrer Abstammung sein Ziel. Die jüdischen Nasen werden nicht reformiert, und das schwarze, krause Haar wird durch keine Taufe in blondes, durch keinen Kamm in schlichtes verwandelt. Die jüdische Rasse ist eine ursprüngliche, die sich trotz klimatischer Einflüsse in ihrer Integrität reproduziert. Der jüdische Typus ist sich im Laufe der Jahrhunderte stets gleich geblieben.“

– Rom und Jerusalem, Moses Hess

Israelische Streitkräfte bei ihrer Arbeit. Die Geschichte der jüdischen Streitkräfte in Palästina reicht weit in die Zeiten des osmanischen Reiches zurück. Lange vor der Staatsgründung Israels begann der Aufbau paramilitärischer Organisationen durch Vertreter der zionistischen Bewegung, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Palästina einwanderten. Die meisten Organisationen operierten aus dem Untergrund, mit Ausnahme der Hagana, die im Laufe der Dreißigerjahre einen halboffiziellen Status einnahm und deren Mitglieder nach 1948 mehrheitlich von der israelischen Armee übernommen wurden.

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Die israelischen Streitkräfte wurden am 31. Mai 1948 gegründet und gingen aus Untergrundorganisationen im Jischuw, der jüdischen Gemeinschaft in Palästina vor der Gründung des Staates Israel, hervor. Die größten Gründungskontingente stammten insbesondere aus der Hagana und dem Palmach, die gegen die britische Mandatsmacht in Palästina kämpften. Auch die paramilitärischen Teile des mit der Hagana rivalisierenden Irgun und Lechi wurden in die Armee eingegliedert.