Als in Haifas Partnerstadt Düsseldorf jüdische Verbände zu Solidaritätskundgebungen mit Israel aufriefen, nutzten findige “Messianische Juden“ die Gelegenheit sich mit unter das jüdische Volk zu mischen und ihre Solidarität mit Israel zu zeigen. Dagegen ist nichts einzuwenden, wären da nicht die Transparente mit denen die Demonstranten ausgestattet waren, da hieß es nicht etwa „Befreit die gefangenen Soldaten“ oder „Stoppt den Krieg“, sondern fast ausschließlich alle hatten die Webadresse ihrer Gemeinde auf ihren Rücken stehen. Die Ideologie dieser Sekten, die sich mit Hilfe amerikanischer Verbände finanzieren ist einfach, zumindest was den Krieg in Israel angeht.

Abgesehen davon, dass man auf der einen Seite davon spricht, dass der Frieden nur dadurch erreicht werden kann, dass sich Juden und Araber zu Jesus bekennen, sind andere fundamentalistische Christen der Meinung, dass der Krieg im Nahen Osten den Weltuntergang ankündigt. Somit ist jeder Konflikt zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn zu begrüßen, denn an seinem Ende wird das Kommen des Heiland stehen. Während also Bomben auf Haifa fielen, warben Christen um jüdische Seelen. Zwar stehen auf Judenmission in Israel, bis zu 5 Jahren Freiheitsentzug, aber wir leben in Deutschland und hier gelten andere Gesetze. Beispielsweise bekommt der Landesverband der jüdischen Gemeinden Nordrhein-Westfalen, durch eine Änderung des Staatsvertrag nicht mehr 5,1 sondern ganze 7 Millionen Euro jährlich, was besonders der Integration der eingewanderten Juden zu Gute kommen soll. Auf der anderen Seite lässt man es sich nicht nehmen auch Organisationen zu unterstützen, die Juden zum christlichen Glauben bekehren wollen. Das mag verstehen wer will, mir geht es aber nicht in den Kopf, dass Juden als Kontingent-Flüchtlinge nach Deutschland kommen und sich dann von ihrem Volk los sagen und auch noch andere dazu animieren, ihre Kultur aufzugeben. Eine Frage kommt einem unweigerlich in den Sinn, haben diese Menschen dann überhaupt noch eine Berechtigung hier zu sein? Wo sollen sie aber dann noch hin? Mit dem Übertritt ins Christentum, haben sie jedenfalls das Recht nach Israel einzuwandern verspielt, so meint es die Knesset, das israelische Parlament. Die einzige Bitte, die die Deutschen an die Einwanderer vor ihrer Einreise hatten, war die Bitte sich an der Wiederbelebung des Judentums in Deutschland zu beteiligen, mit den Einwanderern kam aber auch die Zerstörung des bislang erhaltenen Judentums.

Deutsche Gesetze sprechen eine andere Sprache, als die israelischen und das scheint einigen zu Kopf gestiegen zu sein, der Anführer der oben genannten Organisation, Kirill Swiderski hat mich durch seinen Rechtsanwalt aufgefordert ihm 10 000€ Schmerzensgeld zu überweisen. Er sieht sich in seinen Gefühlen verletzt, denn ich habe behauptet, und da sind jüdische Gelehrte mit mir einer Meinung, dass die Konversion eines Juden gleichzusetzen ist, mit seiner Auslöschung aus dem jüdischen Volke und somit die Fortsetzung des Holocaust mit anderen Mitteln ist. Einem anderen ehemaligen Messianischen Juden aus Solingen, drohte Beit Sar Schalom (Berlin), der Kirill Swiderskis Beit Hesed untersteht, mit der Polizei, falls er es noch einmal wagen sollte sie zu „bedrohen“.

Kommen wir aber zurück zu unserer Israel-Solidaritätskundgebung, die am 13.08.2006 statt fand und exzellent als PR-Maschine für Swiderski und seine Gemeinde genutzt wurde. Gestern erreichte mich eine Mail, in der ich aufgefordert worden bin, das Foto bzw. eine Person auf diesem Foto zu entfernen. Zwar handelte es sich bei meinem Gegenüber nicht um die Person auf dem besagten Foto oder eine bevollmächtige Person, trotzdem pochte man auch hier auf deutschem Recht, offenbar um Legitimität zu heucheln. Nur leider gilt auch hier, man kann nicht auf zwei Ästen sitzen. Man kann nicht Jude und Christ gleichzeitig sein und man kann nicht Werbung auf einer Kundgebung machen und gleichzeitig von anderen Verlangen dies nicht zu fotografieren. Zumindest im zweiten Fall gibt mir das Gesetz recht (§ 23 KunstUrhg).

 

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