Eine kritische Stimme für den Krieg gegen den Terror, fand ich kürzlich bei SPIEGEL Online:

„Der pazifistische Impuls, den der jüngste israelische Abwehrkrieg in Deutschland und Europa mobilisierte, ist unüberlegt oder verlogen, in jedem Fall aber kontraproduktiv, provoziert er doch in seiner Konsequenz lediglich die noch schlimmere Schlacht. Die Schlussfolgerung aus Hitlers Vernichtungskrieg – „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ – wurde einst gezogen, damit ein antisemitischer Krieg nie wieder möglich wird. Was heute davon übrig geblieben ist – „Nie wieder Krieg gegen Faschismus!“ – stellt die historische Erfahrung auf den Kopf.

Israel darf im Krieg gegen die Hisbollah nicht zum Einlenken gezwungen werden, sondern muss ihn gewinnen. So wie die Hisbollah ihren Krieg stellvertretend für Iran führt, so bekämpft Israel den genozidalen Islamismus stellvertretend für die westliche Welt. Dass diese westliche Welt diesem Land nicht in den Rücken fallen darf, ist wohl das Mindeste, was erwartet werden darf.“


Warum Israel richtig reagiert

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3 Thoughts on “Warum Israel richtig reagiert

  1. Oliver on 31. Juli 2006 at 17:09 said:

    Ich kann diese Argumentation nachvollziehen, dennoch steht dagegen:
    1. Israel kann ja den Krieg gegen Hisbollah garnicht gewinnen! (siehe Irak)
    2. Wie viel neue Samen des Hasses werden nun wieder neu in die Herzen der Menschen im Libanon, in Palästina gesät? Wie viel neue Terroristen wird es wieder hervorbringen?
    3. Israel schafft sich auch Gegner im Westen. Das schwächt seine Position.
    Die Alternative? Stillhalten, Stillhalten, Stillhalten. Ich weiß, es klingt lächerlich. Aber ich sehe momentan nicht einmal den Dialog als sinnvoll an. Und: Israel hat genug Freunde in der Welt, die ihm beistehen.

  2. zu 1. Hisbollah ist nicht Irak, ist nicht mal Iran, nicht einmal Libanon. Das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Israel beabsichtigt nicht die Invasion des Libanon, auch wenn es durchaus möglich wäre.

    zu 2. Das ist wie sich nicht mehr die Fingernägel oder die Haare zu schneiden, weil diese ja nachwachsen. Um Hass zu sähen sind nicht einmal Raketenangriffe nötig, der Terror wächst von ganz allein.

    zu 3. Israel schafft sich die Gegner im Westen allein schon dadurch, dass es existiert. Stillhalten kann niemand mehr, nicht nachdem die Juden in Europa schon einmal stillgehalten haben. So still, dass man in aller Ruhe…

    ..lassen wir das. Wenn Sie ihr Kind nicht mehr zur Schule schicken können, weil der nächste Bus von einem Verrückten in die Luft gesprengt werden kann, so werden auch Sie nicht mehr stillhalten wollen, nicht mehr stillhalten können.

    Die UNO hatte 10 000 Soldaten im Libanon stationiert, diese waren und sind machtlos. Die USA, können in der derzeitigen Lage nicht eingreifen. Israel, so lächerlich es auch klingen mag, ist die einzige Macht der Welt, die den Terror ein wenig aufhalten kann.

    Israel hat bereits angeboten, dass internationale Truppen eine Pufferzone im Libanon einrichten, dann müsste Israel nicht noch einmal die Grenzen des Libanon verletzen. Bisher habe ich von keinem Angebot seitens der UN gehört.

  3. Hier auch mal ein interessanter Leserbrief:

    „Nach Israels Verlassen des Libanon 2000 dauerte es nicht lange, bis die Hisbollah bei uns und allen anderen Ortschaften das Sagen hatte. Als erfolgreiche Widerstandskämpfer begrüßt, legten sie auch bei uns Raketenlager in Bunkern an. Die Sozialarbeit der ‚Partei Gottes’ bestand darin, auf diesen Bunkern eine Schule und im anderen Fall ein Wohnhaus zu bauen. Ein lokaler Scheich erklärte mir lachend, dass die Juden in jedem Fall verlieren, entweder, weil die Raketen auf sie geschossen werden oder, wenn sie die Lager angriffen, weil sie von der Weltöffentlichkeit verurteilt werden, ob der dann zivilen Toten. Ich wusste, dass ich meine Familie vor solchen Wohltaten in Sicherheit bringen musste.“ (30.7.06 im Spiegel – Nr. 31/31.7.06, S. 8)

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